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Der Wahlkampf in Bayern hat begonnen. Horst Seehofer trat bei seiner Regierungserklärung großsprecherisch auf, aber in der Substanz schwach. Kommentar von Uli Bachmeier

Falls es noch unbemerkt geblieben sein sollte: Der Wahlkampf in Bayern hat begonnen. Ministerpräsident Horst Seehofer hat seine Regierungserklärung gestern dazu genutzt, das Hohelied auf die CSU zu singen, die Bayern zum Spitzenland in Deutschland und Europa gemacht hat und den Freistaat in eine noch schönere, noch glänzendere Zukunft führen wird. Er hat dabei zurückgreifen können auf sehr beachtliche Kennziffern in der Wirtschafts-, Haushalts- und Arbeitsmarktpolitik nach seinem neuen Lieblingsmotto: Deutschland geht’s gut, Bayern geht’s besser.
In einer entscheidenden Angelegenheit aber ist er jede Antwort schuldig geblieben. Seehofer hat – sieht man vom altbekannten Reflex gegen den Finanzausgleich ab – nicht einmal versucht zu erläutern, wie er seine große Vision vom schuldenfreien Bayern realisieren will. Er hat vor dem Landtag dazu sogar noch weniger gesagt als in Kreuth bei der CSU-Klausur, wo er zumindest schon mal andeutete, dass es ohne Reformen in der Staatsverwaltung und ohne Verkauf der Landesbank nicht klappen wird.
Es war ein großsprecherischer, aber in der Substanz schwacher Auftritt Seehofers. Er darf sich dieses Mal nicht beschweren, wenn ihn die Opposition einen „Träumer“ oder „Populisten“ schimpft.
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