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Gute Nachrichten für deutsche Arbeitnehmer: Der Preisdruck wird sinken und die Löhne wieder steigen. Die ersten Tarifabschlüsse des Jahres lassen jedenfalls hoffen. Von Sonja Krell

Es ist das ernüchternde Ritual, das deutsche Arbeitnehmer zur Genüge kennen: Das Plus, das auf dem Lohnzettel steht, wäre ganz ordentlich. Doch im Geldbeutel kommt davon kaum etwas an. Zuletzt waren es die stark gestiegenen Energiepreise, die nur ein mickriges Plus zuließen. Die Verbraucher haben sich damit notgedrungen abgefunden. Schließlich sind die Reallöhne in den letzten zehn Jahren um über fünf Prozent gesunken.
Nun aber mehren sich die Zeichen, dass unterm Strich bald mehr übrig bleibt. Zum einen dürfte, da die Weltkonjunktur schwächelt, auch der Preisdruck sinken. Zum anderen gibt es gute Gründe dafür, dass auch die Löhne wieder steigen. Die Arbeitnehmer, die mit ihrer viel beschworenen Zurückhaltung wesentlich dazu beitrugen, dass Deutschland gut durch die letzte Krise gekommen ist, pochen zu Recht auf einen Nachholbedarf. Darüber hinaus kurbeln Lohnzuwächse auch den immer wichtiger werdenden privaten Konsum an.
Die ersten Tarifabschlüsse des Jahres lassen jedenfalls hoffen. Die Post-Beschäftigten bekommen vier Prozent mehr, die Lufthansa zahlt ein Plus von 3,5 Prozent. Das zeigt: Ein Spielraum für höhere Löhne ist durchaus vorhanden.
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