Die CIA warnt seit Längerem, dass der Jemen sich zu einem „failure State“ – zu Deutsch „gescheiterten Staat“ – entwickelt.

In Monaten politischer Unklarheit haben Ableger des El-Kaida-Netzwerks große Flächen unter ihre Kontrolle bringen können.
Sicherheitsfachleute gehen davon aus, dass Ibrahim Hassan al-Asiri, der meistgefürchtete Bombenbauer, diese Infrastruktur auch nutzt, um sein Wissen weiterzugeben. Dort Informanten unterzubringen, ist ein enormer Erfolg, auch wenn es offenbar nicht gelungen ist, al-Asiri selbst auszuschalten. Zwei Jahre nach der Entscheidung von US-Präsident Barack Obama, mehr Spionage-Equipment und Drohnen in die Gegend zu senden, scheint sich ein weiterer Baustein seiner Anti-Terror-Strategie zu bewähren, zu der auch das enge Verhältnis zu Saudi-Arabien gehört. Es ist allerdings sicher nicht verkehrt, derlei Erfolgsmeldungen in einem Wahljahr mit einem Gran Vorsicht zu begegnen.
Skeptiker verweisen darauf, dass Geheimdienste ein Eigeninteresse daran haben, die Bedrohungslage hoch erscheinen zu lassen. Das Wahljahr gilt aber auch für die Opposition: Die Republikaner im Kongress haben bereits angekündigt, ihre Kontrollbefugnisse wahrzunehmen.
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