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11. August 2010 12:50 Uhr

2 aus 4: Jagd auf die letzten Tickets der Reit-WM

Münster (dpa) - Der Weg nach Lexington in Kentucky führt über das Fürstbischöfliche Schloss in Münster. Bei den deutschen Meisterschaften der Spring- und Dressurreiter wird Bundestrainer Otto Becker die letzten Tickets für die Reise zur WM vergeben.

2 aus 4: Jagd auf die letzten Tickets der Reit-WM
Foto: DPA

Zum engen Kandidatenkreis gehört auch wieder Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), die nach ihrer Babypause zunächst keine WM-Ambitionen hatte. «Sie ist wieder die Alte», sagte der Bundestrainer: «Und sie will schon.»

Weltcupsieger Marcus Ehning (Borken) und Vize-Europameister Carsten-Otto Nagel (Wedel) können nach ihrer bisher starken Saison den US-Trip bereits buchen. Neben Michaels-Beerbaum sind drei weitere Kandidaten in der engeren Wahl für die verbleibenden zwei Plätze im Team und für das undankbare Ticket für den Ersatzreiter. «Mehrere haben noch Chancen, auch Meredith», sagte Becker und heizte den Konkurrenzkampf damit an.   

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Beste Aussichten dürfte Ludger Beerbaum (Riesenbeck) haben, der mit Gotha beim CHIO in Aachen seine Extraklasse bewies. Trotz des vermurksten ersten Umlaufs mit 18 Strafpunkten behielt der Routinier in der zweiten Runde die Nerven und blieb fehlerfrei. «Das Gas ist noch nicht perfekt», kommentierte der viermalige Olympiasieger die Abstimmung mit seiner jungen Stute. Angesichts des CHIO-Auftritts sagte Beerbaum aber auch: «Sie ist ein Stück reifer geworden.»

Janne-Friederike Meyer (Schenefeld), die mit Lambrasco die Aufsteigerin des Jahres ist, und Marco Kutscher (Riesenbeck) gehören ebenfalls zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Der deutsche Meister von 2003 muss nicht vor dem Schloss in Münster starten, weil er bei der parallel stattfindenden Global-Champions-Tour in Valkenswaard seine Führung verteidigen will. Becker fährt am 14. August, wenn die Springreiter in Münster pausieren, eigens in die Niederlande, um Kutscher mit Cash zu beobachten.

Nur Außenseiterchancen haben Vorjahresmeister Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit Souvenir und Lars Nieberg (Homberg/Ohm) mit Lord Luis. «Sie sind in Lauerstellung», sagte Becker.

Eins aus fünf lautet die WM-Formel in der Dressur, die mit dem Grand Prix beginnt. Isabell Werth (Rheinberg) hat ihr US-Ticket wohl sicher und ist zugleich die große Meisterschafts-Favoritin. Christoph Koschel (Hagen a. T.W.) und Matthias-Alexander Rath (Kronberg) dürften die fünfmalige Olympiasiegerin begleiten, wenn sie in Münster keine Aussetzer haben. Spannung verspricht in Münster daher vor allem das Ringen um den vierten Platz im Team.

«Es wird einen heißen Kampf geben», sagte Bundestrainer Holger Schmezer. Auswählen will Schmezer aus den übrigen Mitgliedern des A-Kaders. Besondere Hoffnungen setzen die Dressur-Fans auf Hubertus Schmidt (Borchen-Etteln) mit Donelly, der in Aachen verletzt gefehlt hatte.

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