Ettringen Die Bar während der Fachings-Hoch-Zeit in Ettringen ist nicht nur ein beliebter Treff sondern auch ein hervorragender "Ankerplatz". Schon so manch feste Bande wurde hier beim Anbandeln geknüpft. Besonders "betroffen" davon waren in diesem Jahr die Mitglieder der Faschingsgesellschaft Ettrinarria selbst: zwei Hochzeiten und eine Geburt. Begonnen hatte (fast) alles an der Bar.



Fasching 2001: Moni und Tom treffen sich an der Bar. Tom ist der Faschingsmuffel schlechthin. Irgendwie ist er nach Ettringen und dort in den Faschingstrubel geraten und dann an der Bar gelandet. Blickkontakt mit dem Gardemädchen Moni. Es ist um ihn geschehen.
So sehr hat es ihn erwischt, dass er seiner "Angebeteten" nicht nur in den Alltag folgt, sondern auch in das Narrenkleid schlüpft: 2003 wird er Mitglied des Elferrates. Grund: Moni ist als Gardemajorin im Einsatz und die will er auf keinen Fall alleine und aus den Augen lassen.
Es sollte der einzige Ausflug des erklärten Faschingsmuffels in die fünfte Jahreszeit bleiben. Geheiratet wurde übrigens einen Tag vor dem Krönungsball 2009 - standesamtlich. Das ist auch der Grund, warum Moni und Tom beim Krönungsball am 8. Januar 2010 nicht mit dabei sein werden: Sie feiern ihren ersten Hochzeitstag - narrenfrei. Ganz im Gegensatz zur kirchlichen Hochzeit am 9. Mai 2009 in der Schnerzhofer Kapelle. Da war die Faschingsfamilie Ettrinarria natürlich mit dabei.
Zufallstreffen gleich zweimal
So auch bei Baffo und Natascha, die am 24. Oktober dieses Jahres in vollem Ernst das Ja sprachen. Kennengelernt haben sie sich - fast logischerweise - an der Bar in Ettringen während des Hofballes 2006. Er stand dahinter, sie war zu Gast als Gardemädchen der Lecharia aus Klosterlechfeld. Beide fanden sich sofort sympathisch, vergaßen aber, Adressen oder Telefonnummern auszutauschen.
Aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn. Kurz nach dem Fasching sollten sie sich wiedersehen. Es war ein Zufallstreff - wieder in einer Bar, diesmal in Augsburg. Das Erste, was sie taten: Adressen und Telefonnummern aufschreiben. Baffo war übrigens 2000 Prinz gewesen und ist als Organisator des Ettringer Barbetriebes in der erweiterten Vorstandschaft.
Beim dritten Familienereignis 2009 stimmt das mit dem Schicksal an der Bar nicht so ganz. Doch gefeiert wurde auch, als sich Stefan und Julia das erste Mal sahen: Es war 2005 auf einer Geburtstagsfeier eines Gardemädchens. Und auch hier hat es so heftig gefunkt, dass der Franke Stefan seinen Heimtort verließ und ins Wertachtal nach Markt Wald zog. 2007 waren beide das Prinzenpaar: Prinz Stefan I. von Frankenland und feiert den Fasching außer Rand und Band sowie Prinzessin Julia I. von Staudenmaus und geht nie nach Haus. Erst kürzlich, am 9.12.09, bekamen beide Nachwuchs: Paul wurde geboren. Und nun hofft die Ettrinarria-Familie auf eine Hochzeit im kommenden Jahr.
Nachwuchs ist bei der 1952 gegründeten Faschingsgesellschaft ohnehin kein Problem: Viele ehemalige Gardemädchen sind heute Mütter und sorgen so dafür, dass die 170 Mitglieder starke Ettrinarria mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren ein junger Verein bleibt - in dem allerdings auch durchaus "Ältere" ihren Platz haben.
Einer von den "Urgesteinen" des Ettringer Faschings feiert in der aktuellen Saison Jubiläum: Hofnarr Mazola treibt seit 20 Jahren seine Späßchen.
www.ettrinarria.de
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