Dienstag, 21. November 2017

17. September 2013 00:34 Uhr

Unterhaltung

Attacke aufs Zwerchfell

Mit „Musi-Comedy“ punkten Mark Nikolas und Simon Elmore beim Publikum im Braustadel Von Helmut Bader

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Rammingen Sie sind sich für keinen Gag zu schade, verbinden Musik mit Comedy und bieten somit ein Unterhaltungsprogramm, das man nicht alle Tage zu sehen und hören bekommt. Musi-Comedy nennen das „Mark´n´Simon“ selbst. Mark Nikolas und Simon Elmore stammen aus Wales und Irland. Ihre Art von Humor begeisterte im Braustadel in Rammingen die Besucher.

Sie boten dabei viele bekannte Songs aus dem Country-, Punk- oder Raggaefach, wobei aber kaum einer davon in seiner normalen Version vorkam, sondern stets in eine lustige Form mit vielen Wortspielen verpackt wurde. So tauchten auf der Bühne bekannte Musikgrößen von Cat Stevens bis Joe Cocker, von Howard „Chippendale“ Carpendale bis Manfred Mann oder von Elvis Presley bis zu Louis Armstrong auf und wurden in umwerfender Komik parodiert. Nötig waren dazu jeweils die entsprechenden Verkleidungen und die passenden Accessoires.

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Besonderes Merkmal aber war die rasante Dynamik, mit der das Duo von einem verbalen Gag zum anderen eilte. Lustige Wortspiele wurden mit entsprechendem Zubehör, wie Luftballons, Plastikgebissen oder anderen Gegenständen unterlegt, so dass die Besucher kaum aus dem Lachen herauskamen. Ein unerschöpfliches Reservoir solcher Spaßartikel hatte das Duo auf der Bühne parat.

„Don´t worry, be happy“ war einer der Songs, die auf ihre Art interpretiert wurde und dies konnte durchaus als Motto des Abends gegolten haben. Unterstützt wurde das Ganze dann noch durch eine solch ausgeprägte Mimik, dass man zuweilen fast Angst haben musste, dass die riesigen Augäpfel bei Mark Nikolas oder die Lippen bei Simon Elmore völlig entgleisen könnten.

Dass dabei zuweilen die Musik fast in den Hintergrund geriet, gehörte einfach mit dazu. Bekannte Lieder kamen zwar vor, wurden aber meist umgetextet oder persifliert. Zum Beispiel. „Those were the Days“, „Next Door to Alice“ oder „Sound of Silence“ waren zu erkennen und gefielen auch in dieser Form.

Höhepunkte jedoch waren die „Elvis Presley-Show“ oder die „Cat Stevens und Joe Cocker-Persiflage“, die zu Lachsalven führten. Dennoch bewiesen beide auch, dass sie durchaus über gutes Stimmvermögen verfügen. Bei „Bad Moon Rising“ oder beim fast ohne Slapstick gesungenen „Yesterday“ von den Beatles kam dies zum Ausdruck.

Zum Programm dazu gehörte auch das stetige Einbeziehen des Publikums, so dass sich jeder stets angesprochen fühlen konnte und somit auch nach fast drei Stunden Programm keine Langeweile aufkam. Stürmischer Applaus belohnte die beiden musikalischen Komödianten und Entertainer und Gesichtsakrobaten am Ende.

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