Amberg (onni) - Auch in der Sitzung des Gemeinderates Amberg war das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Thema. Nach einer rund einstündigen Diskussion beschlossen die Räte einstimmig, dem Bauvorhaben in dieser Form nicht zuzustimmen.
"Grundsätzlich begrüßen wir, dass das Schwerölkraftwerk stillgelegt werden soll", sagte Bürgermeister Peter Kneipp. "Aber wir sind gegen jegliche Verbrennung von Reststoffen, Abfällen, Ersatzbrennstoffen und von Klärschlamm." Nur wenn das Kraftwerk mit Gas betrieben werden würde, würde man zustimmen.
Die Räte befürchten, dass durch den Schadstoffausstoß die Böden, die Gewässer, die Landwirtschaftaber, vor allem aber auch die Gesundheit der Bevölkerung belastet werden könnte. Hinzu kommt die Angst, dass durch die Zuführung von Ersatzbrennstoffen auch von anderen Werken, der Verkehr stark zunehmen könnte. Und: Aus Sicht der Räte ist es fraglich, ob der Schadstoffausstoß in der angekündigten Form kontrolliert werden kann. Der Rat will bis zur Einspruchsfrist eine negative Stellungnahme abgeben.
Kreisstraße MN 2: Das Teilstück zwischen Amberg und der Landkreisgrenze in Richtung Buchloe bereitet seit Jahren Probleme. Der Grund: Es vereist außergewöhnlich schnell. Regelmäßig kommt es deshalb zu Unfällen. "Immer wieder haben wir beim Landratsamt deswegen vorgesprochen", so der Rathauschef. Jetzt hätten Landratsamt und Tiefbauamt versprochen, die Sanierung anzugehen. Der schlechte Fahrbahnbelag soll entfernt und durch einen neuen ersetzt werden. "Das wäre die Chance, die zweite Verkehrsinsel, die ursprünglich geplant war, zu bauen", so Kneipp. Zum Hintergrund: Die Strecke war Anfang der 90er Jahre gebaut worden. Geplant waren zwei Verkehrsinseln - umgesetzt wurde aber nur eine. Auf Wunsch der Räte soll der Bürgermeister nun beim Landratsamt vorstellig werden, ob die zweite Insel im Zuge der Straßensanierung nicht gleich mitgebaut werden kann.
Umstrukturierung des Kindergartens: Derzeit gibt es zwei Ganztagsgruppen im Amberger Kindergarten. Seit September 2007 werden auch unter Dreijährige aufgenommen. "Das Angebot wird gut angenommen", so Kneipp. Sein Vorschlag: Man könnte künftig eine Ganztagsgruppe für die Drei- bis Sechsjährigen anbieten und statt einer zweiten eine Krippengruppe für unter Dreijährige einrichten. Allerdings könnte dann ein Umbau des Kindergartens notwendig werden. Das Problem dabei: Es laufen bereits Planungen für die Neugestaltung des Kirchplatzes neben dem der Kindergarten liegt. Erst den Kirchplatz umzubauen, um danach den Kindergarten anzugehen, sei unsinnig, meinte Kneipp. Der Gemeinderat einigte sich darauf, die Planungen für den Kirchplatz fertigstellen zu lassen. Mit der Ausführung will man warten bis die neuen Anmeldungen für den Kindergarten vorliegen. Kneipp: "Dann wissen wir, ob wir eine Krippengruppe einrichten können oder nicht."
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