Zu einem intensiven Meinungsaustausch zum geplanten Heizkraftwerk trafen sich Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) mit der Werkleitung von Lang Papier in Ettringen.

l "Die Firma Lang soll durch eine verbesserte Rauchgasreinigung freiwillig wesentlich niedrigere Emissionsgrenzwerte einhalten, beispielsweise die der Müllverbrennungsanlage Augsburg." Technisch sei dies kein Problem. Die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte "sind uns insgesamt alle zu hoch". Es könne trotzdem zu gefährlichen Giftanreicherungen im Boden kommen.
l Es sollen keine externen Ersatzbrennstoffe und kein Klärschlamm verbrannt werden.
l Es muss eine umfangreiche Beweissicherung für die Böden und den Aufwuchs bezüglich des Ist-Zustandes vorgenommen und in Zukunft regelmäßig wiederholt werden (Boden-, Pflanzen- und Biomonitoring), und zwar auf Kosten von Lang Papier.
l Die Firma Lang hat zukünftige Schäden und Beeinträchtigungen an den Grundstücken, dem Aufwuchs oder landwirtschaftlichen Nutztieren durch Schadstoffemissionen voll zu übernehmen.
l Wir fordern die Umkehr der Beweislast, das heißt, der Antragsteller muss auf seine Kosten nachweisen, dass Kontaminierungen der landwirtschaftlichen Grundstücke oder der Pflanzen nicht vom Heizkraftwerk verursacht worden sind. Lang soll für alle zukünftigen Schäden sowie für Einbußen in der landwirtschaftlichen Erzeugung oder Vermarktung haften und Schadenersatz leisten.
l Weiter gefordert wird "kontinuierliche Emissionsmessung von Quecksilber und Schwermetallen.
l Erhöhte Qualitätsanforderungen/niedrigere Schadstoffgehalte der eingehenden Brennstoffe.
Der Bauernverband bestreitet das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsuntersuchung in den Antragsunterlagen, das besagt, dass bei allen Schadstoffen die Irrelevanzkriterien eingehalten werden.
Außerdem weist er darauf hin, dass von den Emissionen des Kraftwerks mehrere Wasserschutzgebiete berührt werden. Der Bauernverband befürchtet langfristig Schäden am Boden, Aufwuchs, Tier und Mensch sowie am Vermögen der Landwirte durch Wertverlust der betroffenen Grundstücke. Zum Schluss überreichten die Landwirte der Firmenleitung eine Schrift mit Erklärungen zum Boden-Monitoring. Das Gespräch sei, wie sie versichern, sachlich und besonnen verlaufen.
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