Dienstag, 26. September 2017

02. Januar 2014 00:33 Uhr

Konzert

Beschwingter Start ins neue Jahr

Besucher erleben zwei Stunden Jazz und Swing vom Feinsten

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Bad Wörishofen Mit Swing und Schwung schickte die Kurverwaltung Gäste und Einheimische ins neue Jahr. Zu dem jazzigen Spektakel hatte sie die „Wine and Roses Swing Society“ engagiert, was sich als echter Glücksgriff erwies. Andy Kurz am Kontrabass, Thilo Wagner am Piano, Tim Collins am Vibraphon, Stephan Holstein an Klarinette und Saxophon sowie der Trompeter Heinz Dauhrer und der Schlagzeuger Pete York glänzten nicht nur im Zusammenspiel, sondern auch mit eindrucksvollen Soloparts.

Das Zuhören lohnte sich bei jedem einzelnen des Sextetts. So klang das Jahr 2013 im ausverkauften Kurtheater mit der Musik von Fats Waller, Duke Ellington, Cole Porter, Kurt Weill, Nat King Cole und Louis Armstrong stimmungsvoll aus. Guter Stimmung waren auch die Besucher, hatte ihnen doch – wie es gute Tradition ist – die Kurverwaltung ein Glas Sekt spendiert. Verpackt in eine rasante Bühnen-Show präsentierten die sechs Musiker ihr aktuelles Programm. Klassiker, wie „Thake the A Train“, „Honeysuckle-Rose“, „Mack the Knife“, oder „When it’s sleepy Time“, ließen keine Zweifel aufkommen, dass Swing, früher oft belächelt, derzeit mächtig angesagt ist. Mit Begeisterung war das Publikum mit Nat King Cole auf der „Route 66“ unterwegs.

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Und dann der absolute Höhepunkt des Konzertes: Im Zentrum der Band nahm die Sängerin Titilayo Adedokun ihren Platz ein. Die Frau mit der Samtstimme kam direkt von Südafrika nach Bad Wörishofen, wo sie ihrem Namen als „Energiebündel“ alle Ehre machte. „Our Love is Here to stay“, sang sie stimmgewaltig. Wie die „Wine and Roses Swing Society“ riss auch Titilayo Adedokum die Swing-Fans zu Beifallsstürmen hin. Sie erlebten zwei Stunden lang Jazz und Swing vom Feinsten.

Glanzlichter steckte dem Konzert auch Pete York auf, der seine Karriere als klassischer Jazz-Drummer in England und den USA startete und sich dann in der weltbekannten „Spencer Davis Group“ einen Namen machte. Mit seinem irren Sound brachte der Ausnahmemusiker das Kurtheater zum Beben.

In nichts nach stand ihm der Trompeter Heinz Dauhrer. Mit großer Freude am Auftritt schlüpfte er mit dem „Westend-Blues“ in die Haut seines großen Vorbildes Louis Armstrong, entlockte seinem Instrument die höchsten Töne, sodass ihm mit hochrotem Kopf beinahe die Puste ausging. Ein Kompliment auch an Peter Wortmann, den „Spiritus Rector“ von „Wine and Roses Swing Society“, der gut gelaunt durchs Programm führte. Alles in allem, ein Swing-Konzert, dessen Klänge unter die Haut gingen. (iss)

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