Die Vertreter der Bürgerinitiative in Ettringen zeigen sich "enttäuscht und beunruhigt" über die Entwicklung der Diskussion über das neue Kraftwerk der Firma Lang.

"In der Vergangenheit", so stellen sie in einer Presserklärung gegenüber der MZ fest, "gab es hier eine sehr sachliche und faire Auseinandersetzung mit Gemeinden, Bürgermeistern, Landräten und vor allem auch den Vertretern der Firma Lang. Hierbei war es immer unser Ziel, im konstruktiven Dialog eine Lösung zu finden, welche sowohl die Interessen der Menschen, die in Ettringen und Umgebung leben und arbeiten, als auch die Interessen der Firma bestmöglich berücksichtigt. Es war und ist hierbei nie das Ziel gewesen, das neue Kraftwerk der Firma Lang zu verhindern." Die von der Firma Lang jetzt angebotene Selbstverpflichtung zur Reduzierung von Ersatzbrennstoff und Klärschlamm, die Festlegung von niedrigeren Grenzwerten für die Brennstoffe und die bessere Überwachung der Emissionen zeige, so die Erklärung weiter, dass diese Gespräche und der Weg einer sachlichen Diskussion schon einen ersten Erfolg gezeigt hätte: "Herrn Dr. Krauthauf, Werksleiter der Firma Lang, sowie seine Kollegen haben wir dabei als immer faire und sachliche Gesprächspartner kennen und schätzen gelernt. Uns macht es deshalb sehr betroffen, wenn Herrn Dr. Krauthauf und seinen Kollegen in schlechtestem Umgangsstil Vorwürfe wie "fehlende fachliche Kompetenz" oder "Schönrednerei" gemacht werden. Zudem gipfeln die gegenseitigen Vorwürfe von Kraftwerksgegnern und Befürwortern vermehrt in persönlichen Verunglimpfungen, unter anderem auf den Informationsveranstaltungen in Leserbriefen und Internetforen; in der Argumentation werden außerdem häufig falsche und unsachliche Behauptungen aufgestellt."
Die Bürgerinitiave Ettringen distanziert sich ausdrücklich von dieser Art der polemischen Auseinandersetzung, die der Sache nicht im Geringsten diene und zur persönlichen Verfeindung der Parteien führe. Armin Weh, Martin Kleint und Richard Nicka, die mit ihren Namen für die Erklärung gerade stehen, bitten sowohl die Gegner des Kraftwerkes als auch die Befürworter, "wieder auf eine sachliche und faire Diskussion zurückzukommen und die Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen des Genehmigungsverfahrens als die Möglichkeit zu verstehen, über die fundierte, in unserer Demokratie garantierte Meinungsäußerung Einfluss auf die Ausgestaltung eines Vorhabens zu nehmen und so eine insgesamt bessere Lösung zu erreichen."
Die Bürgerinitiative versichert, daran zu arbeiten, im Gespräch mit den Firmenvertretern und im weiteren Verfahren, mit fundierten Vorschlägen zu Verbesserungen und Konkretisierungen zu kommen.
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