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Kirche: Dekan: Die Reform ist besser als ihr Ruf

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Dekan: Die Reform ist besser als ihr Ruf

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    Der Mindelheimer Stadtpfarrer, Dekan Andreas Straub.
    Der Mindelheimer Stadtpfarrer, Dekan Andreas Straub. Foto: Sandra Baumberger

    Stadtpfarrer Andreas Straub ist ehrlich besorgt. Als frisch ernannter Dekan, der am Sonntag offiziell in sein Amt eingeführt wird, hat er bereits an der Dekanekonferenz teilgenommen, in der Bischof Konrad Zdarsa die pastorale Raumplanung der Diözese vorgestellt und damit reichlich Wirbel verursacht hat. Und das bereitet Straub Sorgen. Er befürchtet, dass viele den Bischof missverstanden haben. „Bei manchen kam die neue Raumplanung wie ein Kahlschlag raus – und das stimmt nicht.“

    Dass sich die Diözese ernsthaft überlegen muss, wie sie in den nächsten Jahrzehnten mit dem Priestermangel umgehen kann, sei keine Überraschung gewesen. So stehe beispielsweise schon seit mehr als einem halben Jahr fest, dass die Mindelheimer Stadtpfarrei St. Stephan bis spätestens 2025 mit der Pfarreiengemeinschaft Nassenbeuren sowie bis zu sechs Pfarrdörfern rings um Mindelheim zusammengeführt werden soll.

    Zudem gebe es bereits seit mehr als 15 Jahren die Pfarreiengemeinschaften, die von vornherein als Übergangslösungen geplant waren. Die Neuordnung sei nicht „von oben verordnet“. In die Überlegungen seien auch alle Pfarreien sowie zwei Arbeitsgruppen eingebunden worden, zu denen auch pastorale Laienmitarbeiter und Ehrenamtliche gehörten.

    Letzteren waren die Pläne teils sauer aufgestoßen. Zu Unrecht, wie Straub glaubt. Er ist überzeugt, dass die Kirche künftig nicht weniger, sondern im Gegenteil sogar mehr Laien brauchen wird. „Natürlich müssen wir die Laien weiter einbinden. Wie soll das denn sonst gehen? Ein Pfarrer kann kirchliches Leben nicht allein gestalten“, so Straub.

    Auch die Sorge, dass die Dorfkirchen verwaisen könnten, teilt Straub nicht. Unter der Woche könnten dort weiterhin Andachten und Wortgottesfeiern begangen werden und – zumindest im Falle Mindelheims – auch alle 14 Tage eine Eucharistiefeier. Sicher gebe es noch einige Knackpunkte, wie etwa die Zusammensetzung des Pastoralrats in einer fusionierten Pfarrei und die der kirchlichen Gruppen vor Ort. „Aber darüber sollte man frei von Polemik sprechen“, wünscht sich Straub. „Man darf den Laien nicht unterstellen, dass sie nicht rechtgläubig genug seien und dem Bischof nicht, dass er nicht guten Willens sei.“

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