Sonntag, 21. Januar 2018

12. Januar 2018 09:05 Uhr

Aktion im Unterallgäu

Der Becher für mehr Nachhaltigkeit

Mit dem Recup können Einweg-Kaffeebecher vermieden werden. Das Allgäu hat sogar eine eigene Becher-Edition. Von Manuela Frieß

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Die Organisatoren und teilnehmenden Betriebe stellten mit Vertretern der Firma Recup den Pfandbecher vor: Alexandra Gerstmeir, Barbara Merten, Marino Scholz, Matthias Gerle, Gerlinde Böhm, Manfred Salger, Hans-Joachim Weirather, Johanna Schuster, Edgar Putz und Lisa Henze (von links).
Foto: Manuela Frieß

Landrat Hans-Joachim Weirather bezeichnet sich selbst als Kaffeeliesl. Und findet es toll, dass er sein erklärtes Lieblingsgetränk nun endlich in einem Mehrwegbecher gibt, dessen simples Pfand-System ihn absolut überzeugt. „Wir Deutschen sind als gute Recycler bekannt, aber viel besser ist es, den Müll gar nicht erst entstehen zu lassen“, betont der Landrat beim offiziellen Pressetermin im Café Marinos in Mindelheim. Und Edgar Putz, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft, hat hierzu beeindruckende Zahlen zusammengestellt. Der Kaffee im Pappbecher verursacht allein im Landkreis jährlich 60 Tonnen Müll. Und das, obwohl man ihn im Schnitt nur 15 Minuten benötigt. Danach wird er in den meisten Fällen in den öffentlichen Mülleimern entsorgt. Pro Stunde werden im Unterallgäu ungefähr 500 Becher verbraucht, um diese Menge zu produzieren werden zum Beispiel rund fünf Tonnen Rohöl und ganze 73 Bäume verbraucht.

Teils ist die Füllung günstiger

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Der Pfandbecher der Firma Recup soll daher Abhilfe schaffen. Zu seiner Einführung haben sich bereits einige Bäckereien und Cafés im Unterallgäu bereiterklärt, an diesem System teilzunehmen. Wer dann den Kaffee aus dem Pfandbecher mitnimmt, bekommt meist sogar die Füllung um zehn Cent günstiger. Sogar für Pendler ist das eine praktikable Lösung, denn nicht nur im Landkreis gibt es die mint- und capuccino-farbenen Becher, sondern auch in Memmingen, Kempten oder München, ja im ganzen Bundesgebiet. Und über die Homepage der Firma oder die App, können alle diese Partner auch sehr einfach gefunden werden.

System gibt es sonst nur in Städten

Alexandra Gerstmeir von Recup erklärt: „Während wir früher die Städte gesucht und beworben haben, kommen mittlerweile die meisten Gemeinden selbstständig auf uns zu.“ Bisher hat sich das System allerdings nur in Städten durchgesetzt. Das Allgäu ist somit die erste Region, die mit dem Pfandsystem auf mehr Nachhaltigkeit setzt und außerdem auch ein eigenes Allgäu-Design bekommt. Der Becher aus Polypropylen, produziert und recycelt in Wangen, kann übrigens bis zu 500 Mal benutzt werden, bevor er von der Firma aussortiert und wieder verwertet wird.

Edgar Putz hofft, dass mit dem Pfand-Becher ein großer Teil an Müll vermieden werden kann und weniger Pappbecher in der Umwelt oder im Restmüll landen. Schließlich werde jede vierte Tasse außer Haus getrunken und ein Drittel davon aus Einwegbechern.

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