Bad Wörishofen: Neuseeland, Düsseldorf, Langerringen - dies sind im Wesentlichen die Schauplätze, wo die Protagonisten des Bayerisch-Schwaben-Krimis "Kiesträume" leben, lieben - und morden. Bei der Buchlesung im "Luitpold", organisiert von Ulrich Ebel und Franz Holzleitner von der CSA Bad Wörishofen, stand Autor Stefan Hinz mit seinem Erstlingswerk im Mittelpunkt. Darin lässt er Kommissar Torsten Grote in einem Mordfall ermitteln. In einer Biogasanlage wird eine Leiche gefunden, doch der Besitzer scheint sich vor allem um die finanziellen Verluste durch das Abschalten der Anlage zu sorgen. Spannend waren nicht nur die ausgewählten Textstellen. Spannend war bereits die Entstehungsgeschichte des Krimis.

Stefan Hinz ist nach eigenen Aussagen ein "Zugezogener", der sich aber in seiner neuen Heimat Langerringen (Landkreis Augsburg) sichtlich wohlfühlt. Seinen Dank für die gute Aufnahme in die Dorfgemeinschaft wollte er mit diesem Buch ausdrücken. Dabei entstanden zunächst einzelne Handlungsbilder, ohne dass sich der Sprachlehrer und Dolmetscher über das Ende der Geschichte Gedanken gemacht hätte. Erst nach und nach wuchs das Werk, das vor allem durch seine Liebe zum Detail besticht. Dazu kommt, dass es ihm als "Nicht-Einheimischen" trotzdem oder gerade deshalb gelungen ist, die bayerisch-schwäbisch-ländlichen Charakterzüge so treffend zu beschreiben, dass sich der Leser gleich "heimisch" fühlt und sich oft ein Schmunzeln nicht verkneifen kann.
Alles in allem ein sehr gelungenes Werk. Weitere sind geplant und vielleicht greift Hinz ja die Anregung von Dr. Egon Happach-Gubi auf und lässt seinen nächsten Mord in der Kneippstadt passieren. Die Lesung erfolgte zugunsten des Dominikus-Ringeisen-Werkes. (dok)
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