Donnerstag, 17. April 2014

01. Februar 2013 12:03 Uhr

Verkehr

Die Stadt will Gefahrenstellen zu Leibe rücken

Wenn Radfahrer und Fußgänger sich in Mindelheim gefährdet fühlen

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Mindelheim Wo lauern in Mindelheim besondere Gefahren für Fußgänger und Radfahrer? Was lässt sich verbessern, um schwächere Verkehrsteilnehmer besser zu schützen? Vor fast zehn Jahren war das Thema Verkehr intensiv mit den Bürgern diskutiert worden – jetzt will der Stadtrat es wieder stärker ins Blickfeld rücken.

Anlass für den Vorstoß war ein Antrag von Josef Doll, Grüne. Er schlug vor, die anstehenden Bauarbeiten an der Bad Wörishofer Straße dazu zu nutzen, die seiner Meinung nach vorhandenen Gefahrenherde zu beseitigen. Der Verkehr sollte verlangsamt werden, forderte Doll, um so die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu verbessern.

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Josef Doll zufolge werde nicht nur in der Bad Wörishofer Straße zu schnell gefahren, sondern auch in der Kaufbeurer und Krumbacher Straße. „Generell wird in Mindelheim zu wenig Rücksicht auf Schwächere im Straßenverkehr genommen“, findet Doll.

Das allerdings belegen die Unfallzahlen so nicht. In den vergangenen fünf Jahren ist es laut Bürgermeister Stephan Winter am Kreisverkehr Europabrunnen zu 13 Verkehrsunfällen gekommen. Die meisten waren harmlose Blechschäden. Es ist aber auch einmal ein Radfahrer regelrecht umgefahren worden.

Allerdings hat es vorgestern ausgerechnet am Europabrunnen gekracht (wir berichteten). Ein Radfahrer war in der Früh von einem Auto erfasst worden. Der Radfahrer wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Winter versuchte nicht nur mit Verweis auf diese Zahlen zu belegen, dass die Stadt an der Bad Wörishofer Straße nur wenig ausrichten könne. Die Trasse ist eine Kreisstraße. Der Landkreis habe bereits signalisiert, dass er neu asphaltieren wolle. Es werde keinen Teil- oder Vollausbau geben. Insbesondere bleiben Geh- und Radweg so wie sie sind. Die Stadt allerdings sei frei, Verbesserungen vorzunehmen.

Die Bad Wörishofer Straße darf nicht verschmälert werden

Allerdings fehle der Stadt dazu Grund. Die Straßenbreite von 6,50 Meter könne nicht verschmälert werden, da die Wörishofer Straße Hauptzubringer von der Autobahn in die Innenstadt sei. Gut vorstellen kann sich Winter, dass die Radwege an den Einmündungen von Kreisverkehr in die Bad Wörishofer Straße rot eingefärbt werden. Vorbild wäre die Kreuzung am Oberen Tor. Grundsätzlich habe er kein Problem damit, wenn sich der Stadtrat eingehend Geh- und Radwege ansieht, um Verbesserungen nachzuspüren.

Dass der Radweg an der Bad Wörishofer Straße seine Tücken aufweist, räumte auch Bauamtsleiter Gerhard Frey ein. Dass ein Radweg mit Steinen belegt ist, ist eher ungewöhnlich. Heute würde man das so nicht mehr machen. Ein kombinierter Geh- und Radweg ohne Trennlinie werde von den Fachleuten heute als sicherer angesehen, sagte Frey sinngemäß.

Generell sei jeder Übergang für Schüler ein Risiko, sagte der Bürgermeister. Deshalb seien Schulweghelfer auch am Europabrunnen im Einsatz. Das habe sich bewährt. „Seit 2002 hatten wir keinen Schulwegunfall mehr“, so Winter. Ursula Kiefersauer sagte, es gebe ein großes Interesse der Bürger an sicherem Verkehr. Es gehe um die Lebensqualität in der Stadt. Vor zehn Jahren seien von vielen Mindelheimern Tempo-30-Zonen in den Wohngebieten gefordert worden. Das sei dann auch umgesetzt worden.

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