Prälat Knebel und Dekan Straub stellen sich vor den in die Kritik geratenen Bischof Konrad Zdarsa
Mindelheim Die von Bischof Konrad Zdarsa beschlossene neue Raumplanung hat in der vergangenen Woche in der Diözese Augsburg ein mittelschweres Erdbeben ausgelöst. In zahlreichen Leserbriefen machten sich Gläubige Luft gegen die Reform, die aus ihrer Sicht nur eines bringt: Nachteile für die Dörfer. Wie berichtet, sollen Zentralpfarreien geschaffen werden, in denen die Katholiken Gottesdienste feiern können.
Am Sonntagabend war mit Prälat Karlheinz Knebel ein hochrangiger Vertreter der Diözese Augsburg in Mindelheim. Er gestaltete den Festgottesdienst zu Ehren von Pfarrer Andreas Straub, der zum neuen Dekan berufen worden war.
Hirtenwort vom Bischof zum ersten Fastensonntag
Knebel kündigte in seiner Predigt ein Hirtenwort des Bischofs zum ersten Fastensonntag an. Die Gläubigen rief er in seiner Predigt auf, sich wie der Apostel Paulus vom Evangelium ergreifen zu lassen. Dem neuen Dekan Andreas Straub legte er ans Herz: „Die Menschen müssen spüren, dass wir Diener der Liebe Christi sind.“
Knebel nannte als wesentliche Aufgaben eines Dekans: „Brücken schlagen, Menschen zusammenführen und stets auf Ausgleich bedacht sein.“ Heftig kritisierte der Generalvikar Schlagzeilen in den Medien wie „Vom Wohlfühlbistum zur Diaspora-Diözese“ und warb bei den Gläubigen um mehr Vertrauen für Bischof Zdarsa. Vor dem Verlesen der Ernennungsurkunde dankte der Generalvikar Pfarrer Straub für „seine Mitarbeit in einer für die Diözese Augsburg nicht leichten Zeit“.
Auch der neu berufene Dekan Andreas Straub ging auf das Thema ein. Verwaltungsstrukturen seien wichtig, aber nicht das Entscheidende. Er warb um Vertrauen zum Bischof und ließ anklingen, die Gläubigen sollten auch Gott vertrauen. (jsto)
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