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Kirche: Ein Seelsorger mit viel Charisma

Kirche

Ein Seelsorger mit viel Charisma

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    „Wir können uns glücklich schätzen, einen so tollen Priester im Unterallgäu zu haben.“Landrat Hans-Joachim Weirather
    „Wir können uns glücklich schätzen, einen so tollen Priester im Unterallgäu zu haben.“Landrat Hans-Joachim Weirather

    Mindelheim Stadtpfarrer Andreas Straub weiß sich geschickt auf ökumenischem Parkett zu bewegen und man sagt ihm nach, er sei ein Seelsorger mit viel Charisma. Dieser Eindruck überwog auch bei seiner Einführung zum Dekan, die Generalvikar Karlheinz Knebel während eines festlichen Gottesdienstes vornahm.

    Stadtpfarrer Andreas Straub erntete nur anerkennende Worte. Voll des Lobes für den neuen Dekan war vor allem Landrat Hans-Joachim Weirather. Nach sehr persönlich gehaltenen Glückwünschen meinte er: „Wir können uns glücklich schätzen, einen so tollen Priester im Unterallgäu zu haben.“ Der Landkreischef gratulierte dem Kirchenmann quasi im Namen der 135000 Einwohner im Unterallgäu.

    Ähnlich äußerte sich auch Mindelheims Bürgermeister Dr. Stephan Winter: „In einer Zeit, in der die Menschen von der Kirche mitgenommen werden wollen, kommen nur ,Hirten’ mit Ausstrahlung an.“ Die Ernennung von Pfarrer Straub zum Dekan wertete der Rathauschef als besondere Ehre für die Kreisstadt: „Gott ruft sein Volk zusammen.“

    Aus gegebenem Anlass war dafür die Pfarrkirche St. Stephan vorgesehen. Dort erlebten die Gläubigen aus allen Pfarreien des Dekanats Mindelheim, aber auch die Vertreter der Kirchen, Schulen und Verbände, aus Politik und Wirtschaft und – nicht zu vergessen – viele Ordensleute einen festlichen Gottesdienst, wie er nicht alle Tage gefeiert wird. Selbst die Seelsorger der evangelischen Kirchengemeinde, die Pfarrer Erik Herrmanns und Nils Haug, waren gekommen, um ihre Verbundenheit und Wertschätzung mit dem „Bruder in Christus“ auszudrücken.

    In Konzelebration mit Dekan Andreas Straub und etwa 30 Priestern aus der Region – darunter auch viele ehemalige Kapläne von St. Stephan – feierte Prälat Karlheinz Knebel das heilige Opfer. Die Fahnenabordnungen der Vereine gaben bei dem Gottesdienst eine eindrucksvolle Kulisse ab.

    Die Gläubigen rief Knebel in seiner Predigt auf, sich wie der Apostel Paulus vom Evangelium ergreifen zu lassen. Dem neuen Dekan legte er ans Herz: „Die Menschen müssen spüren, dass wir Diener der Liebe Christi sind.“ Mit dem jubelndem „Te-Deum“ – großer Gott, wir loben dich – klang der von Bläsern und vom Kirchenchor St. Stephan gestaltete Gottesdienst aus.

    Das musikalische Gotteslob trug unverkennbar die Handschrift des Dirigenten Andreas Herb und des Organisten Bernhard Ledermann. Dass Dekan Andreas Straub das Herz auf dem rechten Fleck hat, kam in allen Grußworten während des anschließenden Empfangs im Pfarrheim zum Ausdruck. Die Reden waren so kurz und erfrischend, wie die zum Entree gereichten Getränke. Pfarrer Erik Herrmanns spielte auf die Ökumene an. „Was uns Christen verbindet, ist das Hören auf Gottes Wort“, machte er deutlich und merkte an: „Gemeinsam sind wir im Auftrag des Herrn unterwegs.“

    Viel Kraft, Glück und Gottes Segen bei der Erfüllung seiner vielfältigen Aufgaben und Pflichten wünschten dem Seelsorger von St. Stephan auch Regionaldekan Pater Johannes Schaber und Ursula Henle. Die Dekanatratsvorsitzende überreichte ein von Engeln und Blüten umgebenes Herz. „Damit Sie immer ein offenes Herz für uns haben und ihre Arbeit weiter Blüten treibt“, war ihr Anliegen. Straub wertete die Grußworte als „ermunternde Signale in einer für Kirche und Diözese stürmischen Zeit“.

    Eindringlich daher auch sein Appell an die Gläubigen am Ende des Festaktes. „Verlieren sie bei allen Strukturdebatten und pastoraler Raumplanung den Glauben an Christus nicht aus den Augen.“ Dann nannte er sein Hauptanliegen: Dass im Dekanat zwischen Priestern und Laien Einheit herrsche. „Wir können die anstehenden Herausforderungen nur meistern, wenn wir uns einig sind und an einem Strang ziehen“, gab er sich überzeugt.

    Das Dekanat Mindelheim ist das größte von drei in der Region Memmingen-Unterallgäu. Dazu zählen unter anderem 47 Einzelpfarreien mit 48000 Katholiken.

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