Mittwoch, 13. Dezember 2017

20. April 2010 18:40 Uhr

Ettringer halten Protest aufrecht

Ettringen Die hitzige Auseinandersetzung um das umstrittene Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk in Ettringen liegt Monate zurück. Relative Ruhe scheint inzwischen eingekehrt, und so verwunderte es nicht, dass dem Aufruf der Bürgerinitiative zur Lichterdemo am Freitagabend nur rund hundert Mitglieder aus den umliegenden Gemeinden folgten.

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Vereinsvorstand Karlheinz Hiesinger hält die Ruhe für trügerisch, die Erteilung der Baugenehmigung in Kürze für wahrscheinlich. Die Kraftwerksgegner waren mit ihren Transparenten vom Werkstor entlang des Zaunes in nördlicher Richtung bis zu der Stelle gezogen, wo die Sicht einen Blick auf die Deponie zulässt. Hier soll nach dem Willen des Myllykoski-Konzerns der Kraftwerksbau entstehen, daran hält die Werksleitung fest, auch wenn inzwischen eine "Übergangslösung" beantragt wurde (die MZ berichtete): die Umrüstung des bestehenden, die Emissionsgrenzwerte nicht mehr einhaltenden Schwerölkraftwerks auf Gasfeuerung.

Armin Weh, Mitglied des Ettringer Gemeinderats, erklärte dazu ergänzend, dass lediglich ein Block des alten Kraftwerks umgerüstet werden müsse. Dies schlage mit einem einstelligen Millionenbetrag an Investitionen zu Buche. Damit sei der Energiebedarf von Lang Papier ab 2012 gedeckt und gesichert, die Planung des EBS-Kraftwerks diene ausschließlich der Profitmaximierung.

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Der Bürgerinitiative geht es nicht mehr allein um eine ihre Sorgen berücksichtigende Energieversorgung der Papierfabrik, sondern überdies um eine Beseitigung der in der Werksdeponie vermuteten Altlasten. Dazu haben einzelne Bi-Mitglieder umfangreiches Aktenmaterial zusammengetragen.

Vorwurf: Abwasser soll mit Cyanid verseucht sein

Hier ist unter anderem von einer "Cyanidkonzentration" die Rede, die "dreimal so hoch [sei], wie der Grenzwert der TrinkwV1" (Wasserwirtschaftsamt Krumbach vom 2. Oktober 1989). Eine Sanierung wird angemahnt. Diese scheint indes unterblieben zu sein, denn noch am 15. April 2008 stellt das jetzt zuständige Wasserwirtschaftsamt Kempten fest, "dass das Abwasser deutlich überhöht mit dem Parameter Cyanid-gesamt ist".

"Bemerkenswertes" hat Hartmut Scheller von der Bi in den Unterlagen dazu ausgemacht: So fällt der im Wasser gemessene Schadstoffeintrag mit Inbetriebnahme des neuen Brunnens "Acht" abrupt auf nahezu Null ab . (stn)

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