Mindelheim (un) - Selbstbewußt treten dieser Tage die Wahlkämpfer der FDP auf. Beflügelt von den Ergebnissen der zurückliegenden Landtagswahlen hofft die Bundestagsabgeordnete und Generalsekretärin der FDP in Bayern, Miriam Gruß, dass ihre Partei 14 Mandate im Freistaat erringen werde.

Miriam Gruß, 33 Jahre jung, verheiratet und Mutter eines Sohnes, kandidiert im Wahlkreis Augsburg. Nun kam sie nach Mindelheim, um den Kreisvorsitzenden Dr. Franz Neumayer. Im Wahlkampf zu unterstützen.
Nach dem Abi studierte sie Rechtswissenschaften an der Uni Augsburg. Dieses Studium beendete sie 2000 erfolgreich mit dem akademischen Grad der Diplom-Politologin.
Danach war sie vier Jahre selbstständige Wirtschaftsberaterin bei der MLP AG. Parallel entwickelte sie als Mitglied im Bund der Selbstständigen im Rahmen eines Arbeitskreises Hilfestellungen für Existenzgründer.
Schon mit 21 Jahren fand sie, dass sie mit der FDP die meisten Schnittstellen habe, und engagierte sich. Danach ging es unaufhaltsam bergauf: Kandidatur für den Landtag und dann für den Bundestag und schließlich kam sie 2005 auf Platz neun der Landesliste in den Bundestag.
Als junge Mutter zog es sie in den Familienausschuss des Bundestages und wurde in ihrer Fraktion kinder- und jugendpolitische Sprecherin.
"Deutschland gibt viel Geld für die Familien aus", stellt sie fest. Doch leider zu viel mit der Gießkanne. Man müsse noch zielgenauer die Mittel dort einsetzen, wo sie gebraucht würden.
Sie stehe zum dreigliedrigen bayerischen Schulsystem, fordere aber mehr Durchlässigkeit und mehr Ganztagsbetreuung besonders an den Hauptschulen.
Zu einer modernen Gesellschaftspolitik gehöre eine nachhaltige Reform der Sozialversicherungssysteme und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Wie ihre Partei will sie für eine Steuerreform kämpfen, damit Arbeit sich wieder lohne. Angesprochen, wie das bei der hohen Staatsverschuldung denn gehe solle, verweist sie auf das "Sparbuch" ihrer Partei.
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