Ettringen (emf) - Im MZ-Bericht vom 9. Februar über die jüngste Mahnwache vor den Toren der Papierfabrik hieß es unter anderem: "Der regionalen Politik, die bereits den ersten Bauantrag der Papierfabrik Lang in den Augen der Bürgerinitiative vorschnell gutgeheißen hat, schenkt sie kein Vertrauen." Ein Satz dieses Inhalts fiel am Rande der Veranstaltung.
Die Bürgerinitiative (BI) "Gesundes Wertachtal" versichert offiziell in diesem Zusammenhang, eine solche Äußerung gebe nicht die Meinung der BI wieder. Man wolle keinesfalls eine Konfrontation mit dem Gemeinderat, sondern lege Wert auf gute Zusammenarbeit und wolle gemeinsam nach einer guten Lösung suchen. Der Gemeinderat habe es sich mit seiner Entscheidung durchaus nicht leicht gemacht.
Dessen ungeachtet legen Bürgermeister Robert Sturm und der Gemeinderat Ettringen Wert auf die Veröffentlichung folgender Stellungnahme:
"Die Gemeinde Ettringen weist Diffamierungen zurück, die unterstellen wollen, dass der erste Bauantrag der Firma Lang vorschnell gutgeheißen wurde.
Wer sich den Gemeinderatsbeschluss vom 18. Februar 2008 und sein Entstehen vor Augen führt, kann objektiv nachvollziehen, welche Bemühungen die Gemeinde bei der Bewertung der Unterlagen unternommen hat.
Der gesamte Gemeinderat als gewählte Vertretung der Bürgerinnen und Bürger der Einheitsgemeinde Ettringen weist alle Äußerungen zurück, die zum Ziel haben, das Vertrauen in das rechtmäßige Handeln der Organe der Gemeinde zu untergraben.
Die Gemeinde wird sich bei der Prüfung und Bewertung der neuen Unterlagen korrekt verhalten und nicht zum Spielball irgendwelcher Interessen oder Interessenvertretungen werden. Ihre Entscheidung wird nach der Analyse und Prüfung der Unterlagen mit Unterstützung eines Fachgutachters an den Gesetzen orientiert und nach demokratischen Spielregeln gefällt.
Es ist wichtig, dass sich die Gemeinde ein eigenes Bild macht und sich nicht der Meinung oder den Wünschen einer bestimmten Gruppe beugt.
Wir leisten uns auch bei der neuen Bewertung der Unterlagen 'den Luxus einer eigenen Position', auch wenn dies nicht den Beifall aller Beteiligten findet, weil sie mit deren Meinung oder ihrem Antrag nicht übereinstimmen könnte.
Wir mühen uns, dem Vertrauen der Bürger und unserer Verantwortung gerecht zu werden, die beides umfasst, den Erhalt der Arbeitsplätze und den Schutz der Gesundheit, indem für uns gilt: erst die Analyse, dann die Bewertung."
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