Ettringen (emf) - Der Gemeinderat Ettringens ist derzeit noch dabei, die Unterlagen des Verfahrens zum geplanten Heizkraftwerk der Papierfabrik Gebrüder Lang vollständig zu bewerten. Die Mitglieder haben sich zusätzlich bei Fachgremien und durch die Besichtigung einer Papierfabrik, die Ersatzbrennstoffe und Klärschlamm zur Energiegewinnung verbrennt, informiert. Außerdem beauftragte die Gemeinde einen externen Gutachter.
In einer Presseerklärung heißt es: "Der Gemeinderat kann das Vorhaben der Firma Lang, eigene Reststoffe aus der Papierherstellung zu verbrennen, nachvollziehen und begrüßt, dass in Zukunft kein schweres Heizöl mehr verwendet wird.
Mit der Menge und Art der zusätzlich vorgesehenen Brennstoffe, was Klärschlamm und Ersatzbrennstoffe angeht, besteht kein Einverständnis.
Daher wird versucht, auf das Unternehmen einzuwirken, dass die Menge der zusätzlich zu liefernden Brennstoffe (kommunaler Klärschlamm und Ersatzbrennstoffe) bezüglich Menge und Zusammensetzung deutlich eingeschränkt wird und eine Qualitätssicherung betrieben wird, die sicherstellt, dass keine problematischen Abfälle wie zum Beispiel PVC oder schwermetallbelasteter Klärschlamm verbrannt werden."
Ziel der Gemeinde, so die Erklärung, sei zum einen die Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort, zum anderen aber auch, eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Bevölkerung zu vermeiden.
Bürger haben sich formiert und wollen informieren
Mittlerweile hat sich in Ettringen die Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" gegründet, die bereits am heutigen Mittwoch um 20 Uhr im Gasthaus Kreuz in Siebnach einen Infoabend abhalten wird. Wie Martin Kleint mitteilt, gehe es auch der Initiative um die Sicherung von Arbeitsplätzen und zugleich "um ein zukunftsfähiges Konzept einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Energieversorgung".
Die Bürgerinitiative im Internet: www.gesundes-wertachtal.de
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