Freitag, 28. November 2014

20. November 2012 07:00 Uhr

Schwabenbund

Gemeinsam stark zwischen den Metropolregionen 

Wichtiges Anliegen ist die Elektrifizierung der Bahnlinie zwischen München und Zürich. Von Kathrin Kratzer

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Wichtiges Anliegen des Schwabenbunds ist die Elektrifizierung der Bahnlinie zwischen München und Zürich.
Foto: Weizenegger

Mit einer Stimme zu sprechen, wirtschaftliche und politische Interessen zu bündeln und damit die Regionen Allgäu, Bodensee-Oberschwaben, Donau-Iller und die Schwäbische Alb weiter voranzubringen – dieses Ziel verfolgt der Schwabenbund. Seit März gibt es die Kooperation, zu der neben den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Biberach, Günzburg, Neu-Ulm, Oberallgäu und Unterallgäu auch die kreisfreien Städte und Stadtkreise Kempten, Memmingen und Ulm, die Industrie- und Handelskammern Schwaben und Ulm sowie der Planungsverband Allgäu und der Regionalverband Donau-Iller gehören. Gut ein halbes Jahr nach der Gründung präsentierte jetzt der Geschäftsführer des Schwabenbundes, Markus Anselment, vor den Mitgliedern des Unterallgäuer Kreistags ein erstes Zwischenfazit.

Dabei betonte er, dass das Gebiet des Schwabenbunds einer der florierendsten Wirtschaftsräume Deutschlands sei. „Wir haben in der Region einen starken Mittelstand, einen hohen Anteil an Fachkräften und kaum Arbeitslose“, sagte Anselment. Gerade aus diesem Grund gelte es, die Region zwischen den Metropolregionen München und Stuttgart noch stärker als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum zu positionieren.

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Dazu gehört aus Sicht des Schwabenbund-Geschäftsführers nicht nur eine intensive Zusammenarbeit auf politischer Ebene, sondern vor allem auch eine Kooperation von Politik und Wirtschaft, eine enge Verzahnung der Region im Bereich der medizinischen Versorgung sowie eine Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen sowie der Universität in Ulm.

Als zentrale Aufgabe des Schwabenbunds kristallisierte sich während der Kreistagssitzung die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur gerade auf der Schiene heraus. Dabei kam Landrat Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler) noch einmal auf die verschobene Elektrifizierung der Bahnlinie München, Lindau und Zürich zu sprechen. Mit deutlichen Worten kritisierte er, dass die Bahn das Großprojekt aufs Wartegleis verschoben hat.

Der Streckenausbau sollte eigentlich bis 2017 umgesetzt sein, das Unterallgäu hatte sich im Zuge der Elektrifizierung weitreichende Fahrbahnverbesserungen erhofft. Doch vorläufig liegt das Projekt auf Eis. Begründung: eine Kostensteigerung von 210 Millionen auf nun wohl 298 Millionen Euro. „Die Bahn ist im Allgäu auf dem technischen Stand des Jahres 1890“, wetterte Weirather in der Kreistagssitzung. Auch Schwabenbund-Geschäftsführer Anselment betonte, wie wichtig der Ausbau der Bahnlinie ist. „Eine Region kann sich nur dann positiv weiterentwickeln, wenn eine gute Infrastruktur vorhanden ist“, sagte er.

Eine Frage bewegte die Kreisräte bei der Diskussion zu dem Thema dabei am meisten. „Wie können wir Druck machen, damit die Elektrifizierung kommt?“, fragte unter anderem Robert Sturm (CSU). Einige Kreisräte forderten, im Namen des Landkreises eine Resolution zu verabschieden, um den Interessen der Region in dieser Frage mehr Ausdruck zu verleihen. SPD-Kreisrat Michael Helfert plädierte dafür, die Bahn daran zu erinnern, dass sie dem Unterallgäu spürbare Fahrbahnverbesserungen im Zuge der Elektrifizierung versprochen hatte.

Wie Weirather erklärte, soll es Mitte Dezember eine Sitzung aller beteiligten Gebietskörperschaften zu dem Thema geben. Im Anschluss will man sich erneut in den Gremien mit dem Ausbau der so wichtigen Bahnlinie befassen. Voraussetzung ist laut Weirather jedoch, dass die Bahn endlich ihre genauen Pläne zur Elektrifizierung der Strecke zwischen München, Lindau und Zürich vorlege.

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