Sonntag, 25. Februar 2018

12. Februar 2018 12:10 Uhr

Pfaffenhausen

Großer Dank an alle Helfer

Das große Schafkopfturnier von Pfaffenhausen ist vor allem eine große Gemeinschaftsleistung. Die Bilanz der guten Tat. Von Sabine Adelwarth

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Ohne Helfer geht es nicht - und somit konnte Organisator Benjamin Adelwarth (4. von links) nicht nur MZ-Redaktionsleiter Johann Stoll (5. von rechts) den symbolischen Scheck für die Kartei der Not in Höhe von 3210 Euro übergeben, sondern dankte auch allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Großer Dank ging an die Spielleiter (von links) Peter Strübel, Oberschiedsrichter Wilhelm Rogg, Thomas Platzer, Max Moser, Franz Leinauer, Hubert Altstetter, Anton Adelwarth und Michael Ziegenaus.
Foto: Sabine Adelwarth

Als voller Erfolg konnte auch dieses Jahr das traditionelle Schafkopfturnier in Pfaffenhausen gewertet werden, worüber sich Organisator Benjamin Adelwarth bei der Helferfeier im Restaurant „Fratelli“ besonders freute. Bereits zum sechsten Mal leitete er mit einer kleinen Helferschar das große Turnier rund um den Dreikönigstag. Die Sabine-Adelwarth-Stiftung hat sich der großen Aufgabe erstmals 2013 angenommen und dadurch insgesamt schon knapp 20 000 Euro für die unheilbare Erbkrankheit Mukoviszidose erhalten. Ein Betrag in derselben Höhe ging an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung.

Das gesamte Startgeld geht als Spende zu gleichen Teilen an die Adelwarth-Stiftung und die Kartei der Not, das Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen. Jeweils 3210 Euro können somit in diesem Jahr überwiesen werden. MZ-Redaktionsleiter Johann Stoll würdigte die Leistung der Organisatoren und Helfer. Da er mittlerweile selbst im Kuratorium der Kartei der Not mitarbeitet, weiß er nur zu gut, wie schlimm die Menschen von einem plötzlichen Schicksalsschlag getroffen werden können. „Jeder Euro wird da genutzt, wo er gebraucht wird“, bedankte er sich und hob im selben Atemzug hervor: „Damit wird nicht nur Gutes getan, sondern auch die Dorfgaststätten werden am Leben erhalten und als positiver Nebeneffekt wird dort auch noch Tradition und Kameradschaft gelebt“.

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Die Freunde Pfaffenhausens haben den Grundstein gelegt

Vor vielen Jahren waren es noch die Freunde Pfaffenhausens, die diese Veranstaltung an Tradition und Brauchtum auf die Beine stellten. „Ich möchte heute noch einmal betonen, dass es nur durch die hervorragende Vorarbeit der Freunde Pfaffenhausen für mich möglich ist, dieses Turnier in dieser Form zu organisieren“, sagte Adelwarth in die gesellige Runde. Sie hätten den Grundstein gelegt: „Da tu ich mir um ein Vielfaches leichter, da ich nicht immer nur betteln muss, sondern die Pfaffenhauser Geschäfte als Sponsoren sofort bereit sind.“ Somit waren nach dem 34. Turnier insgesamt 16 302 Teilnehmer dabei und 186 350 Euro hat die Kartei der Not bisher bekommen. Nachdem im Vorjahr aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse weniger Kartler gekommen waren (416 Spieler), kamen heuer wieder etwas mehr Teilnehmer, nämlich 428. Platzprobleme gab es auch in diesem Jahr keine, da alle Gaststätten mitmachten, obwohl der Saal im Gasthaus Krone diesmal erstmals wegfiel und das Schloßbergcafe nun schon seit ein paar Jahren geschlossen hat.

Das Bräustüble bewirtete die Stiftung und auch die Notstätte Pfarrheim wurde eigentlich nicht gebraucht, obwohl dort zwei Partien um Gute spielten. „Die acht Kartler wollten unbedingt dort ihr Glück versuchen.“ Dass gerade dort ein Streithansel anwesend war und Spielleiter Franz Leinauer auf Trab hielt, konnte niemand ahnen. „Aber ansonsten war es wirklich ein rundum gelungenes und ruhiges Turnier“, resümierte Benjamin Adelwarth.

Die Ersatzspieler wurden nicht gebraucht

Dabei kann er auf routinierte Spielleiter blicken. Auch bei „Neuling“ Thomas Platzer in Lorri’s Pizzeria verlief alles ohne Vorkommnisse und auch die Ersatzspieler wurden nicht gebraucht. „Heuer ging es perfekt auf.“ Drei Spielleitern dankte er besonders, da sie seit dem ersten Turnier dabei sind: Franz Leinauer, Wilhelm Rogg und Michael Ziegenaus.

Benjamin Adelwarth erwähnte die unterschiedlichen Altersstrukturen. „Das Durchschnittsalter lag bei 48,5 Jahren und ist somit das niedrigste Ergebnis, was wir je hatten.“ Dabei waren 66 Spieler unter 30 Jahre, zehn unter 18 Jahre und 70 Teilnehmer über 65 Jahre alt. Etwas bedauerlich sei, dass die Region Pfaffenhausen eher mau vertreten war. 30 Spieler kamen direkt aus Pfaffenhausen und aus der Verwaltungsgemeinschaft kamen 91 Teilnehmer. „Ich würde mich freuen, wenn wir noch mehr Spieler aus direkter Nähe gewinnen könnten. Das sollte unser Ziel sein“.

Am Ende machte er noch einmal deutlich, dass er auch 2019 wieder bereit ist, ein Turnier zu organisieren, solange die Helfercrew wieder tatkräftig dabei ist. Dem 35. Schafkopfturnier „Herz ist Trumpf“ in Pfaffenhausen stehe also nichts mehr im Wege.

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