Dienstag, 30. September 2014

10. November 2012 12:02 Uhr

Studie

Kirche und Kommune sollen mehr zusammenarbeiten

Verein „Soziale Gemeinden im Unterallgäu“ stellt Ergebnisse vor

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Die Jahresversammlung des Vereins „Soziale Gemeinden im Unterallgäu“ leitete der Vorsitzende Hans Mayer (re.) aus Dirlewang. Der Zweite Vorsitzende Eberhard Westhauser (2. von re.) aus Lauben vertritt die evangelische Seite im Verein.
Foto: Verein

Unterallgäu Eine Modellstudie „Netzwerk Kirche – Kommune – Gesellschaft“ läuft derzeit im Auftrag des 2008 gegründeten Vereins „Soziale Gemeinden im Unterallgäu“. Vereinsvorsitzender Hans Mayer aus Dirlewang gab den Mitgliedern bei der Jahresversammlung einen Abriss über den Stand des Vorhabens.

Fünf Untersuchungsräume im Unterallgäu mit insgesamt 18 Pfarreien und acht politischen Gemeinden sind an der Studie beteiligt: Bad Wörishofen, Ottobeuren/Hawangen/Böhen, Ettringen/Markt Wald, Westerheim und Egg an der Günz. Nach vielen Sitzungen, einem Workshop und dem Treffen der Bürgermeister und Pfarrer aus den Untersuchungsräumen liegen inzwischen verwertbare Ergebnisse vor. Eine erste Zusammenstellung mit Anregungen für eine lebendige Zusammenarbeit kommunaler und kirchlicher Verantwortlicher bekamen die Anwesenden. Ein fest etablierter runder Tisch „Sozialgespräch“ mit Protokollführung und Reflektion in jeder Gemeinde wäre ein wichtiger Schritt, so Mayer.

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Thomas Stark, der seit September 2011 als Gemeindeentwickler der Diözesanregion Memmingen-Unterallgäu tätig ist, begleitet das Projekt als Nachfolger von Franz Schregle. Er betonte, dass er die Überlegungen des Projektes in einer Zeit, wo die Kirche an einem Scheideweg stehe und nicht klar sei, wo die Kirche hingehe, für wichtiger denn je halte. „Wir müssen sehen, ob sie Kirche in der Welt sein oder sich zurückziehen wird“, gab Stark zu bedenken. Es stelle sich die Frage, wie die Idee des Projektes weitergetragen werden kann, wie eine Bewegung daraus werden könne. Das Ganze solle und müsse schließlich auf andere Räume übertragbar werden. Er erfahre auch über die Projektarbeit, dass es viele Menschen gäbe, die sich gerne für andere engagieren.

Durch das Projekt kommen die Leute miteinander ins Gespräch

Prof. Dr. Lothar Zettler vom federführenden Büro „Lars consult“ sagte, auf Bayernebene gäbe es aufgrund dieses Projektes Überlegungen, was getan werden müsse, wenn eine Dorferneuerung abgeschlossen sei. Die Kirche komme bisher nicht vor, obwohl sie für das Leben im Dorf immer schon eine wichtige Rolle gespielt habe. Da auch in der Diözese Augsburg die Seelsorgeräume immer größer werden sollen, besuchte eine Delegation des Vereins eine „Pfarrei neuen Typs“ in der Diözese Limburg. Zettler berichtete über die dortigen Erfahrungen, wo sieben Pfarrgemeinden zu einer Pfarrgemeinde mit einem Pfarrgemeinderat fusioniert wurden.

Christa Bail, Bürgermeisterin in Westerheim, sagte: „Durch das Projekt sind die Menschen wieder mehr miteinander ins Gespräch gekommen und haben überlegt, was wir im Dorf brauchen.“ So sei die Idee der Aktion „I nimm di mit – I bring’s dir mit“ entstanden. (mz)

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