Unterallgäu/Oberkammlach (vj) - "Es ist ein 600-Seitenwerk", so Jürgen Pache, der Landesvorsitzende Bayerns der Kath. Erziehergemeinschaft (KEG), als er bei der Mitgliederversammlung im Kreisverband Unterallgäu in Oberkammlach die Neuerungen durch die Dienstrechtsreform ausführte. Dies betreffe die ganze Beamtenschaft.
Es sei das Leistungsprinzip, das stark in dieser Reform verankert ist. Ebenso wurden die Laufbahneinteilungen reduziert und auch bei den Altersregelungen für die Beamten habe sich einiges geändert.
Nun könne es sein, dass ein Lehrer bis kurz vor seinem 68. Geburtstag unterrichten muss. Das könne so nicht hingenommen werden und deshalb müsse hier entschieden nachgearbeitet werden. Das nehme sich die KEG im Blick auf die vielen älteren Kollegen vor.
"Insgesamt jedoch zählt jetzt in erster Linie, dass die Lehrerinnen und Lehrer an Volks- und Realschulen in den Genuss eines Beförderungsamtes kommen, auf das sie viele Jahre gewartet haben", so Pache.
Auch über die künftigen Schülerzahlen und die Alterspyramide informierte Pache. Im Schnitt sind 45 Prozent aller Lehrer älter als 50 Jahre. Es gebe zwar gegenwärtig auch immer weniger Kinder an den Schulen, aber es zeichnet sich ein dramatischer Lehrermangel ab.
Mittelschule in der Diskussion
Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich auch zur neuen "Mittelschule". Toni Sonntag, der Fachgruppenleiter der Schulleiter im Kreisverband Unterallgäu wünscht diese Mittelschule vor Ort.
Die Mittelschule, über die gerade mit den Bürgermeistern diskutiert wird, mache aber auch deutlich, dass die Probleme des Bildungssystems mit den Problemen unseres Beschäftigungssystems gekoppelt seien.
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