Bürgermeister Roland Krieger übergab das Papier an das Gesundheitsministerium. Markus Söders Nachfolger äußert sich positiv über das Schreiben aus dem Unterallgäu

Pfaffenhausen/München Vor kurzem hat Pfaffenhausens Bürgermeister Roland Krieger die „Pfaffenhausener Erklärung“ an den damaligen Gesundheitsminister Dr. Markus Söder übergeben. Das Papier ist das Ergebnis einer Diskussion mit Bürgern, Politikern und Experten über die ärztliche Versorgung auf dem Land, die im Februar in Pfaffenhausen stattgefunden hat.
Auch Söders Nachfolger im Gesundheitsministerium Dr. Marcel Huber hat sich nun dazu geäußert: „Die Pfaffenhausener Erklärung enthält viele wichtige Ansätze, um das Leben im ländlichen Raum attraktiver zu gestalten“, sagte der CSU-Politiker. Eine hochwertige medizinische Versorgung auf dem Land zu erhalten und weiter auszubauen, sei auch zentrales Anliegen der Staatsregierung.
Die Anregungen und Vorschläge der Pfaffenhausener Erklärung werden laut Huber in die bayerische Gesundheitspolitik mit einfließen. Sie seien ein gutes Beispiel für die von Bayern stets geforderte Regionalisierung: Vor Ort wisse man besser Bescheid als in Berlin, was notwendig sei, um den regionalen Bedürfnissen gerecht zu werden.
In der Pfaffenhausener Erklärung wird unter anderem gefordert, zentrale Orte – dazu gehören demnach auch Kleinzentren wie Pfaffenhausen selbst – zu stärken, beispielsweise durch interkommunale Zusammenarbeit und den Ausbau beziehungsweise Erhalt der (medizinischen) Versorgung und Kinderbetreuung. Das Gesundheitsspektrum soll unterstützt werden: Ein Ärztemangel auf dem Land soll verhindert werden – beispielsweise durch eine neue Hausarztbedarfsplanung, Gesundheitszentren, verstärkte Kooperationen und verbesserte Rahmenbedingungen für Hausärzte.
Staatssekretär Franz Josef Pschierer, der sowohl bei den Pfaffenhausener Gesprächen als auch bei der Übergabe der Erklärung zugegen war, wies in diesem Zusammenhang auch auf den Kabinettsausschuss zur Bewältigung des demografischen Wandels hin. Dieser beschäftige sich unter anderem mit Unterstützungsmaßnahmen für die Region und wolle bis Ende dieses Jahres einen bereichsübergreifenden Aktionsplan erarbeiten.
Bürgermeister Roland Krieger plant inzwischen schon die nächsten Pfaffenhausener Gespräche: Dann wird es wohl um das Thema „Leben im Alter“ gehen. (home)
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