Wetter
Sa.
20°C
Wetter
So.
20°C

26. Juli 2009 17:05 Uhr

Neue Kulturstiftung für die Museen aus der Taufe gehoben

Mindelheim Das Gobelin-Zimmer im Textilmuseum Mindelheim war Schauplatz einer Taufe. Wasser floss dabei keines; der Täufling hätte es auch schwerlich vertragen, denn er war aus Papier. Es handelte sich nämlich um eine Stiftungsurkunde, deren Vater Professor Dr. Hans Frei ist, ehemaliger Bezirksheimatpfleger und auch im Ruhestand unermüdlich für die Kultur in Schwaben tätig. Von eva-maria frieder

Die Regierung von Schwaben registriert einen Stiftungs-Boom

Frei verbindet eine enge Freundschaft mit der Museumsstadt Mindelheim, weswegen er beschloss, hier seine Stiftungsurkunde aus der Hand von Regierungspräsident Karl Michael Scheufele entgegen zu nehmen.

ANZEIGE

Die Regierung von Schwaben fungiert als Stiftungsaufsichtsbehörde und hat über 500 Stiftungen zu betreuen - geradezu ein Boom, wie Scheufele feststellte.

Die Hans Frei-Kulturstiftung will allerdings nicht eine unter vielen sein, sondern sie will speziell den nichtstaatlichen Museen zugute kommen und deshalb eine Sonderstellung einnehmen. Das Stiftungsvermögen in Höhe von 50 000 Euro soll ab 2011 alle zwei Jahre einen Ertrag von ungefähr 3000 Euro erbringen, der jeweils für ein Museum ausgelobt wird.

Bewerben kann sich jedes nichtstaatliche Museum. In den Genuss der Förderung können "beispielhafte Neueinrichtungen und didaktisch fundierte Präsentationen kommen, darüber hinaus auch Sonderausstellungen, Publikationen oder innovative Projekte der Museumspädagogik", wie Hans Frei erläuterte. Neben ihm selbst sind in der Jury Mindelheims Kulturamtsleiter Christian Schedler und Michael Ritter, Geschäftsführer des Landesvereins für Heimatpflege München, vertreten.

Als Vorgriff auf die Erträge der Stiftung überreichte Frei einen Scheck über 1000 Euro an Schedler, zu verwenden für die Umsiedlung des Mindelheimer Heimatmuseums ins Jesuitenkolleg. Zweck seiner Stiftung, erklärte Frei, sei die Förderung qualifizierter Museumsarbeit in Schwaben. "In einer Zeit der Sparzwänge und des schwindenden Verständnisses für regionale Kultur und Tradition", meint Frei, "ist dafür das individuelle Engagement besonders notwendig." Um entsprechendes Personal zu finanzieren, könne eine Stiftung hilfreich sein.

Die dauerhafte Wirksamkeit eines Museums im kulturellen Leben einer Stadt hänge wesentlich vom Engagement und der Kreativität der Mitarbeiter vor Ort ab.

Ziele der Stiftung: mehr Qualität, überzeugendere Präsentation

Diese Kräfte zu motivieren und anerkennend heraus zu stellen, sei ein besonderes Anliegen der Stiftung. Sie wolle damit einen Beitrag leisten zur Hebung der Qualität nichtstaatlicher Museen - zu deren interessanter Thematik, zu überzeugender Präsentation und didaktisch guter Vermittlung.

Anerkennende Worte fand Frei in diesem Zusammenhang für die Mindelheimer Museen. Dem schloss sich der Regierungspräsident an, der zugab, zum ersten Mal dort zu Gast zu sein, und der sich beeindruckt zeigte.

Bürgermeister Herbert Kugler dankte Frei für seine Stiftungsidee und stellte fest, diese könne den Museen neue Impulse geben.

Erstmals für den Museumspreis bewerben kann sich jedes nichtstaatliche schwäbische Museum ab 2011. Die Bewerbung kann gerichtet werden an die Hans Frei-Kulturstiftung, Mössmannstraße 31, 86199 Augsburg.

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Anzeige

Neu in den Foren

Neu in den Leserblogs
Veranstaltungen vom 26.05.2012
Meistgesucht

Feuerwehr | Augsburg | Au | 2011 | unfall | Fasching | ramadan | tsv | Oettingen


Partnersuche