Der Türkheimer Steinmetz Thomas Schröder arbeitet gerade an dem neuen Volksaltar für die Pfarrkirche. Am 15. Juli ist Weihe mit dem Bischof.

Thomas Pius Schröder arbeitet gerade an dem neuen Altar für die Türkheimer Pfarrkirche. Sie wird seit fast zwei Jahren innensaniert, vom Stuck über die Altäre bis hin zu Elektrik und Heizung. Nachdem sich die Arbeiten mehrmals verzögert hatten, steht jetzt ein Termin für die Wiedereröffnung fest. Es ist der Sonntag, 15. Juli. Dann wird Bischof Konrad Zdarsa kommen, um den neuen Volksaltar zu konsekrieren und den dazu passenden Ambo zu segnen.
Denn nach dem Vatikanum wurde in die Pfarrkirche nur ein provisorischer Volksaltar aus Holz eingebaut. Jetzt schafft Schröder einen aus Stein. Die neue Mitte, das Herzstück von Kirche und Gemeinde, gefällt auch Felix Landgraf, dem Kunstreferenten der Diözese Augsburg, zeigen Ambo, Altar und Chorraum doch ein sehr harmonisches Bild.
Der Opfertisch bleibt dominierendes Element. Grundidee war es, den Altar genau über dem Heiligen Grab, Türkheims wohl bedeutendstem Kunstschatz, zu platzieren. Die aus gelblichem Jurakalkstein gehauene „Mensa“ (Altartisch) ruht auf einem grauen Fuß aus dem gleichen Material.
Der Ambo – hier wird das Evangelium verkündigt und gepredigt – gleicht sich in Form und Leichtigkeit dem Altar an und verschmilzt mit ihm zu einer Einheit. Dies gilt auch für den Bodenbelag um den Altar. Er unterstreicht Form und Aussehen des 800 Kilogramm schweren Altares ganz entscheidend.
Während der Weihe wird der Bischof in den Stipes, eine runde Öffnung im Altar, Reliquien der Heiligen Theresia von Lisieux und Margareta Maria Alacoque einsetzen. Dieser Brauch wurzelt in der Kirchengeschichte des frühen Mittelalters, als zu ihrer Verehrung der Heiligen über ihren Gräbern Kirchen und Altäre errichtet wurden.
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