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03. Februar 2008 16:05 Uhr

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Unterallgäu (emf) - Zur Presseerklärung von Landrat Weirather vom 29. Januar nimmt der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu, in einer eigenen Presseerklärung Stellung.

Weirather hebe, so Kreisvorsitzender Reiner Krieg, als besonders positiv die Reduzierung der Gesamtemissionen der neuen Anlage gegenüber dem bisherigen Zustand hervor. "Das derzeitige, Jahrzehnte alte Schwerölkraftwerk entspricht natürlich längst nicht mehr dem Stand der Technik", stellt Krieg fest. Nicht umsonst laufe die Betriebsgenehmigung im Jahr 2012 aus, und die Firma Lang Papier müsse auf jeden Fall ein neues Kraftwerk bauen. Dass dieses vor allem wesentlich geringere Schwefeldioxid-Emissionswerte aufweisen werde als das Uraltkraftwerk sei eine Selbstverständlichkeit.

Auch BN will Neubau des Kraftwerks nicht verhindern

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"Daher", so der BN weiter, "will auch niemand den Neubau des gesamten Kraftwerks verhindern, bringt es doch eine erhebliche Verbesserung der derzeitigen Situation. Noch akzeptabel ist auch der Einsatz der bei der Papierproduktion anfallenden Reststoffe in diesem Kraftwerk, enthalten doch diese wesentlich weniger Schadstoffe als kommunaler Klärschlamm oder die sogenannten Ersatzbrennstoffe."

Zu einem gewissen Anteil handle es sich hierbei auch um Holz oder Holzfasern, die als nachwachsende Rohstoffe CO2-neutral verbrannt werden können. Im Rahmen der Klima-Diskussion halte auch der Bund Naturschutz die CO2-neutrale thermische Verwertung nachwachsender Rohstoffe in Kraftwerken mit hohem Wirkungsgrad (Kraft-Wärme-Kopplung) und technisch ausgereifter Abgasreinigung für sinnvoll.

Inakzeptabel sei jedoch die Erweiterung des Kraftwerks zur Verbrennungsanlage für Fremdmüll.

Frage nach den Auswirkungen auf Mensch und Natur

"Da das alte Kraftwerk sowieso aufgegeben werden muss, kann der einzig sinnvolle Vergleich der Emissionswerte also nur zwischen dem neuen Gaskraftwerk ohne oder mit zusätzlicher Müllverbrennung gezogen werden", heißt es in der Presseerklärung. Und weiter:

"Nur diese Alternative stellt sich. Es geht also um die Frage, welche Auswirkungen auf Mensch und Natur hat die zusätzliche Verbrennung von 154 000 Tonnen Kunststoffabfällen und 50 000 Tonnen kommunalem Klärschlamm, die auch noch aus dem ganzen Land herantransportiert werden müssen. Die Antwort darauf ist Landrat Weirather der betroffenen Bevölkerung noch schuldig."

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