Sonntag, 24. September 2017

19. Februar 2013 00:32 Uhr

Pferdefleischskandal

Russisch Roulette bei den Billigheimern

Pro Nah rät Verbrauchern zu Erzeugern aus der Region

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Mindelheim Wenn mit jedem neuen Lebensmittelskandal die Lebensmittelkontrollen verstärkt werden, stehen den kleinen und mittleren Unternehmen des Lebensmittelhandwerks und der Gastronomie harte Zeiten bevor. Das erklärte der Vorsitzende von Pro Nah, Hermann Kerler. Den verschlungenen Wegen der globalen Pferdefleischhändler würden auch eifrige Lebensmittelkontrolleure nur schwer auf die Schliche kommen. Zu sehr seien globale Strukturen politisch gewollte Garanten für das von immer noch viel zu vielen Verbrauchern erwartete Billigessen auf dem Teller.

Auch der Bundesverband der Regionalbewegung, dem Pro Nah angehört, sieht die Ereignisse um Pferdefleisch in Fertiggerichten in den Supermarkttheken in mehreren Ländern Europas als systemtypisch an. Der Markt der „Billigheimer“ erwartet billige Rohstoffe und werde auch in Zukunft Wege finden, Billigprodukte zu bekommen und mit entsprechend lockender Werbeaufschrift zu vermarkten. Der Lebensmitteleinkauf von Massenware bleibe ein Russisch Roulette.

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Nach den Berechnungen des Bundesverbandes der Regionalbewegung (BRB) wurden vom Ursprungsland des Pferdefleisches Rumänien, dem Verkauf über die Niederlande und Luxemburg nach Frankreich und von dort nach England und Deutschland, plus noch nicht bekannter Verkaufsstellen, plus Transport zu Supermärkten auf der Grünen Wiese, plus Einkauf der Verbraucher auf der Grünen Wiese zwischen 3000 und 5000 Kilometer zurückgelegt. „In Zeiten globaler Erwärmung und steigender Lkw-Transporte ist diese Art des Wirtschaftens unverantwortlich“, heißt es in einer Erklärung des Verbandes. Der Pferdefleischverzehr sei für viele Menschen abstoßend, gesundheitsschädlich sei er nicht. Was aber, wenn mit der gleichen kriminellen Energie verunreinigte Ware in Massen auf den Markt geworfen werde?

Der Bundesverband der Regionalbewegung empfiehlt bei Lebensmitteln in erster Linie auf kurze Wege vom Erzeuger bis zum Verbraucher zu achten. „Wissen wo‘s herkommt“, sprich die Herkunft von Lebensmitteln, kann bei glaubwürdigen Regionalprodukten nachvollzogen werden und diene der eigenen Sicherheit. (mz)

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