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25. August 2011 06:00 Uhr

Projekt

Salgens schönste Seiten

Junge Filmemacher stellen ihren neuen Film über ihren Heimatort vor Von Elena Burkart

Salgen Im Wohnzimmer von Christophs Eltern herrscht Kinostimmung pur. Wie es sich für eine richtige Filmvorstellung gehört, präsentieren Patrick Mattis und Christoph Möhring aus Salgen ihren neuen Heimatfilm auf einer riesigen Leinwand.

In dem Film, der ungefähr 20 Minuten dauert, stellen die beiden 14-Jährigen ihren Heimatort Salgen vor. Dabei haben sie keine Kosten und Mühen gescheut und haben sogar Luftaufnahmen des Dorfes gemacht. Diese entstanden mit einer Stiftkamera, die die beiden an einem Segelflieger befestigt haben. Doch auch vom Boden aus gelangen den jungen Filmemachern schöne Aufnahmen. Sie haben jeden Winkel von Salgen filmisch festgehalten und später die besten Bilder ausgesucht. Und so zeigt der Film viele Bauwerke, die das Dorfleben prägen. Zu sehen sind unter anderem das Rathaus, die Pfarrkirche und die vielen Vereins- und Freizeitgebäude.

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Natürlich dürfen die Störche nicht fehlen

Auch die schönen Flecken Natur in Salgen wie beispielsweise das Moos und der Fischweiher, wo man den Biber bei seiner Arbeit beobachten kann, finden im Film Erwähnung. Natürlich wurden auch die Salgener Störche gefilmt, wie sie hoch oben in ihren Nestern sitzen.

Christoph und Patrick sind Wiederholungstäter, denn schon vor etwas über einem Jahr haben sie einen Film über ihr Heimatdorf gedreht. Anregung war damals der professionelle Imagefilm der benachbarten Gemeinde Pfaffenhausen, den Christophs Oma zu Hause hatte. Zum Dreh ihres zweiten Filmes wurden sie von ihrem Deutschlehrer Martin Weiß-Paschke angeregt, der von ihrem ersten Heimatfilm gehört hatte. Das Ganze war diesmal als Schulprojekt angelegt und sollte den Mitschülern von Christoph und Patrick das Landleben näher bringen. Mit jeder Menge Ideen und technischen Neuerungen starteten sie also das Projekt „Heimatfilm die Zweite“.

„Beim ersten Mal hatten wir kaum Erfahrung mit dem Dreh von Filmen und es hat uns auch ziemlich viel verwackelt“, analysiert Christoph. Und auch die Ausstattung hat sich verändert, denn sowohl Christoph als auch Patrick besitzen mittlerweile eine Digitalkamera, mit der sie Videos in hochauflösender Bildqualität drehen können.

Da die Stimme von Sprecher Patrick im ersten Film nicht so satt klang wie die beiden es sich gewünscht hätten, dachten sie sich für den neuen Film etwas aus: Sie bauten eine Art Höhle, indem sie eine Decke zwischen zwei Ständer spannten. Patrick setzte sich mit dem Mikrofon darunter. Das Ergebnis war ein klarer, satter Klang.

Doch wie beim Dreh des ersten Werkes gab es auch diesmal die ein oder andere Schwierigkeit. „Es gab immer wieder Schaulustige, die wir nachträglich aus dem Bild schneiden mussten“, erzählt Patrick. „Naja, und das Wetter hat halt auch nicht immer mitgespielt. Wir mussten oft warten, bis das Wetter gut genug war, um schöne Aufnahmen zu bekommen“, ergänzt Christoph.

Vorbilder in der Filmbranche haben sie nicht. „Wir schauen zwar sehr gerne Spielfilme, achten jedoch kaum darauf, von wem der Film ist. Interessanter finden wir die Kameraführung und die Kameraperspektive, da haben wir uns bei dem ein oder anderen Film schon ein bisschen was abgeschaut“, sind sich die beiden einig. Und während Christoph später mal „irgendwas im Elektronikbereich“ machen will, möchte Patrick nach dem Abitur in die Filmbranche einsteigen. „Mein Onkel ist beim Fernsehen, das finde ich schon sehr interessant. Aber bevor ich mich für einen Beruf entscheide, muss ich zuerst einmal Erfahrungen sammeln und mich informieren, was man in der Film- und Fernsehbranche so alles machen kann“, erklärt Patrick weiter.

Die Hintergrundinformationen zu Salgen holten sich die beiden Filmemacher größtenteils aus dem Internet. Auch Bürgermeister Hans Egger, der im Film interviewt wurde, lieferte wissenswerte Informationen rund um die Gemeinde. So erzählte er unter anderem über die Baumaßnahmen, die in nächster Zeit in Angriff genommen werden. Besonders betont er dabei die Planung desneuen, ungefähr 14 Hektar großen interkommunalem Gewerbegebietes zusammen mit Pfaffenhausen, von dem er sich florierendes Gewerbe und einige neue Arbeitsplätze erhofft.

Die zwei jungen Filmemacher sind gute Freunde und vielleicht gerade deshalb gab es während der Dreharbeiten keine Streitereien. „Es kam schon manchmal zu Meinungsverschiedenheiten, aber dann haben wir zusammen nach einer Lösung gesucht. Es wurde auch immer alles zusammen entschieden“, bestätigen beide.

Als Patrick und Christoph den Film ihrer Schulklasse zeigten, waren sowohl die Schüler als auch ihr Deutschlehrer davon begeistert.

Bei uns im Internet

Eine Kurzversion des zweiten Salgen-Filmes finden Sie auch bei uns im Internet unter der Adresse

www.mindelheimer-zeitung.de

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