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26. Juli 2011 00:07 Uhr

Ortsumfahrung

Sechs Jahre Kampf auf der Stelle

Hausen braucht dringend eine Verkehrsentlastung. Die Hoffnungen ruhen auf dem Verkehrsminister Ramsauer, der in Leipheim zu einer Konferenz eingeladen hat

Salgen Es waren nur ein paar Sätze, und doch wecken sie neue Hoffnung in der Gemeinde Salgen. Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) sagte zu einer möglichen Umfahrung von Hausen anlässlich seines Besuches in Mindelheim: Das Vorhaben sei auf einem guten Weg, „Lösungen sind in Sichtweite“. Er sei guter Dinge, „dass wir vorwärtskommen“.

Zuvor hatte Finanzstaatssekretär Franz Pschierer (CSU) allerdings berichtet, es gebe noch keine Einigung mit der DB Netz AG. Pschierer ist seit Jahren mit dem Anliegen befasst, wie übrigens auch Landrat Hans-Joachim Weirather. Salgens Bürgermeister Johann Egger leiste sehr gute Arbeit und kämpfe seit Langem, sagte Pschierer. Die Umfahrung für Hausen sei deshalb so wichtig, weil die Strecke insbesondere vom Schwerlastverkehr stark beansprucht werde.

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Dass Hausen eine Umfahrung braucht, steht für Bürgermeister Egger außer Frage. 8800 Fahrzeuge am Tag wurden im Jahr 2008 gezählt. Davon waren 900 Lastwagen. Der Verkehr ist seither nicht weniger geworden.

Seit insgesamt sechs Jahren bemüht sich die Gemeinde, den Durchgangsverkehr aus dem Ort zu bekommen. Die Trasse westlich von Hausen steht fest, auch wenn die Grundstücksfragen noch nicht geklärt sind. Egger spricht von schwierigen Verhandlungen. Er hat den Eindruck, man trete seit sechs Jahren auf der Stelle.

Da ist der Bundesverkehrswegeplan für das Jahr 2015. Dieser soll fortgeschrieben werden, und zwar in den Jahren 2017/18. Ob das der Deutsche Bundestag dann auch so macht, ist keineswegs ausgemacht.

Sollte dies aber so kommen, dann muss das Projekt Hausen erst einmal in den dringenden Bedarf aufgenommen werden. Damit könnte mit den Arbeiten frühestens im Jahr 2018 begonnen werden.

Einen großen Schritt in diese Richtung könnte Hausen am 3. August gehen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat in Leip-heim zu einer Verkehrskonferenz eingeladen. Dort will Bürgermeister Egger persönlich für das Projekt in seiner Heimat werben.

Drei Bahnübergänge schließen – oder doch vier?

Das Vorhaben in Hausen kommt auch deshalb nur so schleppend voran, weil mit der DB Netz AG ein weiterer Verhandlungspartner in dieser Sache mit im Boot sitzt. Hausen hat insgesamt vier Bahnübergänge. Die sollen nach dem Willen der Bahn geschlossen werden. Die Gemeinde wiederum sieht das als übertrieben an. Schließlich müssten die Bauern auf ihre Felder und Äcker gelangen können. Die Gemeinde Salgen hat daher angeboten, drei Bahnübergänge zu schließen, aber nicht vier. Seither herrscht wieder weitgehend Stillstand in den Verhandlungen.

Würde tatsächlich auf alle vier Übergänge verzichtet, wären zwei Brücken notwendig. Die Gesamtkosten der Umfahrung würden dann bei rund sechs Millionen Euro liegen. Bei nur einer Brücke lägen die Kosten laut Johann Egger bei rund fünf Millionen Euro. Entschieden ist dieses Tauziehen noch nicht.

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