Mit diesem Spruch wünschte Petra Förg von der IHK 281 Absolventen aus sechs gastgewerblichen Berufen viel Erfolg auf ihrem weiteren Berufsweg


Bad Wörishofen „Waterloo“, intonierte etwas unpassend das Kurorchester „Musica Hungarica“ bei der Freisprechungsfeier der Kreisverbände Unterallgäu, Ostallgäu, Günzburg und Neu-Ulm des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (BHG). Schließlich ist es ja keine „totale Niederlage“ und wohl eher eine Sternstunde, wenn 281 Absolventen aus sechs gastgewerblichen Berufen mit gutem Erfolg ihre Gesellenprüfung ablegen und im Rahmen eines Festaktes in die Berufswelt entlassen werden.
Mit Ausbildern, Schulleitern, Eltern und Lehrern der Absolventen hatten sich zahlreiche Ehrengäste aus Kirche, Wirtschaft und Politik zur Entlassfeier im Kursaal eingefunden, um mit dem Nachwuchs im Hotel- und Gastgewerbe auf eine gute berufliche Zukunft anzustoßen. Um die scheint es nicht schlecht bestellt zu sein. Schnitten doch gut 25 Prozent der Schulabgänger mit einer „Eins“ vor dem Komma ab.
Gute Aufstiegschancen in der Tourismusregion Allgäu
Wie BHG-Kreisvorsitzender Sebastian Kreuzer „die Schule ist zu Ende, aber das Lernen geht weiter“, riet auch Vizelandrat und Bürgermeister Klaus Holetschek den jungen Leuten, ihr eigenes Profil zu finden. Nicht nur die Karriere im Auge zu haben, sondern auch Werte, wie Herzlichkeit und Gastfreundschaft zu leben, wurde ihnen ans Herz gelegt. Holetschek rechnete den jungen Gastro-Fachleuten in der Tourismusregion Allgäu gute Aufstiegschancen aus. Dies setze allerdings Engagement mit Leidenschaft und Herzblut voraus.
Ein großes Kompliment machte der Rathauschef den aus dem Dienst scheidenden Schulleitern Ludwig Graf und Dieter Gerhardinger. „Leuchttürme in unserem Kompetenzzentrum Gastronomie“ nannte er die beiden Pädagogen, unter deren Ägide mehr als 10000 junge Leute in gastronomischen Berufen ausgebildet wurden.
Wie schon sein „Chef“ Ludwig Graf in Mindelheim sagte auch Dieter Gerhardinger nach 33 Dienstjahren an der Berufsschule in Bad Wörishofen „Adieu“.
Stets klare und erreichbare Ziele gilt es sich zu stecken
„Wer kein Ziel hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders landet, als er es sich vorgestellt hat“, machte er deutlich. Seinen eigenen Werdegang vom Koch zum Oberstudiendirektor schildernd, spornte er die „frischgebackenen“ Gesellen zur Weiterbildung an.
Gerhardinger ging nicht von der Bühne, ohne seinen Nachfolger, Studiendirektor Gerhard Weiß, einen seiner ehemaligen Schüler vorzustellen. Der nahm die Gelegenheit beim Schopf, um die duale Ausbildung als einen „Königsweg“ zu favorisieren. Den Absolventen machte Weiß klar, viele Chefs würden Durchhaltevermögen, Fleiß und Ausdauer mehr schätzen als nur gute Noten.
Respekt und Anerkennung zollte den „Freigesprochenen“ auch Petra Förg. Die Leiterin der Ausbildungsprüfungen bei der Industrie- und Handelskammer Schwaben ermunterte zur Fortbildung mit weisen und lehrreichen Geschichten. „Sehr viel sein, wenig Schein und etwas Schwein“, so ihr Credo, sei der Schlüssel zum Erfolg.
Vor Freude strahlend nahmen nach kurzen und recht erfrischenden Grußworten die vorwiegend festlich gekleideten Absolventen ihre Zeugnisse entgegen. Die Besten unter ihnen freuten sich über eine besondere Auszeichnung. Bei einer zünftigen, vom BHG spendierten Brotzeit ließ man nach dem Festakt die Schulzeit Revue passieren und recht oft war die Frage zu hören: „Weißt du noch …“
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