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28. Februar 2008 18:55 Uhr

Skyline Park will weiter wachsen

Die Bagger zeigen es: im Allgäu Skyline Park rührt sich was. Derzeit wird die zwei Hektar große Parkerweiterung in Richtung Rammingen vorbereitet. Bis zur Parkeröffnung am 15. März werde man aber nicht fertig sein, teilte gestern Inhaber Joachim Löwenthal mit. Während der Saison werde man dort Karussells aufstellen. Von Markus Heinrich,

Von Markus Heinrich, Bad Wörishofen

Die Bagger zeigen es: im Allgäu Skyline Park rührt sich was. Derzeit wird die zwei Hektar große Parkerweiterung in Richtung Rammingen vorbereitet. Bis zur Parkeröffnung am 15. März werde man aber nicht fertig sein, teilte gestern Inhaber Joachim Löwenthal mit.

Während der Saison werde man dort Karussells aufstellen. Mittelfristig ist dann eine nochmalige Ausdehnung Richtung Türkheim um vier bis fünf Hektar geplant, dort soll unter anderem ein großer Grundwassersee entstehen.

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Anfang März soll außerdem mit dem Bau der Fußgängerunterführung vom Parkplatz zum Park begonnen werden, ein Projekt, dass seit Jahren immer wieder verschoben wurde. Künftig müssen Parkbesucher auf dem Weg zum Eingang nicht mehr die vielbefahrene Straße überqueren. Ebenfalls Anfang März wird die Linksabbiegerspur von der B18 zum Park gebaut. So wurde es im Stadtrat bekannt gegeben.

Dort stellte der Planer, Professor Lothar Zettler, die Stellungnahmen der so genannten Träger öffentlicher Belange zu den Ausbauplänen des Parks vor. Die sind größtenteils positiv ausgefallen. Wasserrechtliche Bedenken bestehen nicht, Lärm sei derzeit kein Problem. Für Erheiterung in der Ratsrunde sorgte der Hinweis aus Wiedergeltingen. Im Ort rechnet man demnach mit einer erhöhten Verkehrsbelastung durch die Parkerweiterung und unterstreicht deshalb die bestehende Forderung nach einer Umgehungsstraße.

Zum Problem wurde dann allerdings Zettlers Vorschlag für die geforderte Parkplatzerweiterung. Er möchte jenseits des Wörthbaches fast 1000 Parkplätze schaffen, angrenzend an die Fläche mit 680 Stellplätzen an der Straße nach Rammingen. Als Zufahrt schlug Zettler den Feldweg vor, der von der Kirchdorfer Unterführung aus in Richtung Rammingen führt. Damit allerdings biss er bei den Stadträten auf Granit. "Das ist der wichtigste Radweg nach Rammingen", beschied ihm Bernd Schmeink (SPD). "Ich habe wenig Lust, den zu öffnen." Auch Anton Fenkl (Grüne) lehnte das Vorhaben ab, Martin Kistler (CSU) forderte, die Parkplatzanbindung müsse "nochmal auf den Tisch". Nach einer hitzigen Debatte konnte Zettler die Gemüter mit einem neuen Angebot etwas beruhigen: Man könnte den Parkplätz auch mittels einer tragfähigen Brücke vom bestehenden Parkplatz über den Wörthbach anbinden, schlug er vor. Darüber müsse man mit Rammingen sprechen, betonte Bürgermeister Klaus Holetschek (CSU), denn die fragliche Fläche liegt auf deren Gemeindegebiet. Der Parkplatz soll nicht asphaltiert werden, sondern Wiese bleiben. Er dient dazu, in Stoßzeiten hohe Fahrzeugmengen aufzufangen.

Der Stadtrat genehmigte die Ausbaupläne des Skylineparks einstimmig. Auch der Flächennutzungsplan wird dazu geändert. Kein Verständnis hat man im Stadtrat dagegen für eine zweite Variante der Radwegeplanung von Mindelheim nach Türkheim, die laut Zettler im Gespräch ist. Weil es angeblich Schwierigkeiten bei der Verhandlung mit Grundstückseignern gibt, überlege der Landkreis, ob der Radweg ab dem Skylinepark auch an der A96 entlang nach Türkheim geführt werden könnte, will Zettler erfahren haben. Dazu müsste der Radweg durch den Kreisverkehr beim Park auf die andere Straßenseite geführt werden. "Das wäre ein Schildbürgerstreich", kommentierte Stefan Welzel (CSU) die Aussage. Bislang ist offziell die Rede davon, den Radweg auf der Parkseite der B18 bis nach Türkheim-Bahnhof zu führen.

Wenn der Park am 15. März öffnet, warten mehr als 50 Fahrgeschäfte und Attraktionen auf die Besucher. Im vergangenen Jahr vergnügten sich rund 350 000 Menschen in dem Park. "Er ist eine Bereicherung für den Standort", lobte dann auch Bürgermeister Holetschek im Stadtrat. Die Familie Löwenthal will den Anspruch untermauern, der "familienfreundlichste Freizeitpark" zu sein, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Neu in diesem Jahr ist beispielsweise ein Autoscooter und die Möglichkeit, im Park Feste zu feiern. Am 24. März gibt es eine Osterolympiade, am 31. Mai findet die "Poker- und Casinonacht" statt. Gleich zweimal, am 28. Juni und am 14. August, gibt es "Skyline Park bei Nacht". Im vergangenen Jahr drängten dazu 13 000 Besucher in den Park. Am 5. Juli findet außerdem das "Große Pferdespektakel" im Park statt.

Wer im Umkreis von zehn Kilometern um den Skylinepark lebt, darf zum Saisonstart zum Sonderpreis in den Park. Die Auflistung der Orte gibt es unter www.skylinepark.de/events.

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