Sonntag, 19. November 2017

08. November 2016 11:05 Uhr

Eisstadion in Türkheim

So feiert Türkheim sein neues Stadiondach

Nach nur fünf Monaten Bauzeit weiht der ESV Türkheim sein Stadiondach ein. Dafür bekommt er Lob von vielen Seiten. Wie der Bau in Rekordzeit möglich wurde. Von Franz Issing

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„Endlich ein Dach über dem Kopf“, freuten sich Darius Werny und Felix Rohrwasser von einer Schülermannschaft des Eissportvereins (ESVT) Türkheim bei der Einweihung des neuen Stadiondaches. Und auch ihr Trainer Dominik Clementis gerät angesichts der mächtigen Überdachung ins Schwärmen. „Eine Supersache“ entfährt es ihm spontan, während er die Vorteile der Überdachung aufzählt. „Endlich können wir unabhängig von jedem Wetter nach Plan trainieren und auch Eis ist immer verfügbar“. Die neue freischwingende Stahlkonstruktion des Stadiondaches ist ein Geschenk der Marktgemeinde an den Verein, die sich das Präsent rund 800 000 Euro kosten ließ.

Neues Stadiondach: ESV Türkheim feiert mit hunderten Besuchern

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Während eines Festaktes übergab der ESVT die in Rekordzeit von fünf Monaten errichtete Überdachung des „Sieben-Schwaben-Stadions“ seiner Bestimmung. Für dieses Event hatte der Eissportverein ein Rahmenprogramm organisiert, das keine Sportlerwünsche offen ließ, und den vielen hundert Zaungästen aus nah und fern beste Unterhaltung versprach. Während eine Fotoausstellung mit dem Titel „50 Jahre ESVT“ eindrucksvoll das Vereinsleben und seine Höhepunkte dokumentierte, warben auch Eislaufschule und ihr Förderverein bei den Besuchern um Aufmerksamkeit. Bei einem Spiel mit Schläger und Puck hatte der Nachwuchs Gelegenheit seine Geschicklichkeit zu testen. Niemand musste hungrig oder durstig nach Hause gehen. Mitglieder des Türkheimer Helferkreises, wie auch Schüler des Joseph-Bernhart-Gymnasiums und Flüchtlinge schenkten arabischen Tee aus und servierten dazu köstliche Kekse. Auch Henna-Bemalung wurde angeboten.

Schließlich wurde es feierlich. Posaunen- und Trompetenklänge kündigten die Grußworte der Gratulanten an, die sich dazu aufs Eis wagen mussten. ESVT-Vorsitzender Leonhard Weber verglich den Bau des Stadiondaches mit einer strapaziösen Bergtour und sprach von einer „mächtigen Herausforderung für den Verein“. Die Mitglieder, so Weber, hätten sich wahnsinnig angestrengt und unzählige Stunden ihrer Freizeit investiert, um das ehrgeizige Projekt zu realisieren. „Jetzt stehen wir auf dem Gipfel“ freute sich der Frontmann und dankte allen, die im Eisstadion gerackert und geschuftet hatten. „Ohne eure Hilfe wäre aus der Besteigung der Zugspitze die Bezwingung eines Acht-Tausenders geworden.“ Seinen Dank richtete er auch an die Adresse des früheren Bürgermeisters Sebastian Seemüller und die Mitglieder des Marktgemeinderates, die, wie Weber sagte, das Projekt unkonventionell angeschoben und auch finanziert hätten.

Ein Traum für den ESV: Türkheim wird zum Eissport-Aushängeschild

Bürgermeister Christian Kähler sprach aus, was viele Mitglieder und Eishockey-Fans dachten. „Für den ESVT ist ein lang gehegter und schon in weite Ferne gerückter Traum wahr geworden“ Nachdem die Bäume auf der Südseite der Eislauffläche wegen Käferbefall gefällt werden mussten und eine Beschattung des Stadions nicht mehr möglich war, sei die Entscheidung für die Errichtung eines Stadiondaches leicht gefallen“, erklärte der Rathauschef. Dem Eissportverein zollte er für seine „nicht einfachen und teilweise aufreibenden Leistungen“ großen Respekt.

Ähnlich äußerte sich auch Vizelandrätin Marlene Preißinger. „Eine Gemeinde ist auf ihre Vereine angewiesen, weil sie Leben in den Ort bringen und das Gemeinschaftsgefühl fördern“, betonte sie. So sah dies auch Mario Kostack, der Regionalvorsitzende des Bayerischen Eissportverbandes. Mit seiner überdachten Stadionhalle sei Türkheim für Eissportler allen Alters zu einem Aushängeschild geworden“, erklärte Kostack. Solches Lob ging den fünf Jugendmannschaften, samt Seniorenteam und Bambinigruppe wie Honig runter. Vor lauter Freude drehten sie eine Ehrenrunde auf dem Eis und leisteten sich dabei keinen Ausrutscher.

Nichts geht auch in Türkheim ohne kirchlichen Segen. Den riefen die Pfarrer Martin Skalitzky und Claus Förster auf Mannschaften und Gebäude herab. Schließlich stand noch die Ehrung von Helfern an, die sich beim Bau des Hallendaches besonders verdient gemacht haben. Stellvertretend für alle „fleißigen Heinzelmännchen“ bedankte sich Vorsitzender Leonhard Weber mit Blumen und Geschenken bei den Mitgliedern Franz Döring, Christine Scherf, Christiane Maurer-Werny und Franz Dietmeier. Da wollte auch der Unternehmer Erwin Dachser nicht zurückstehen. Er überraschte den ESVT mit einem auf 5000 Euro dotierten Scheck.

Neues Stadiondach: Was im Sieben-Schwaben-Stadion jetzt möglich wird

Details des Eislaufstadions verriet Herbert Wexel. Der Eismeister bezifferte dessen Fläche mit 1800 Quadratmetern. Wie er informierte können maschinell gleichzeitig 700 Liter Wasser abgehobelt und wieder als Eis aufgetragen werden. Von der Überdachung, dem größten Bauprojekt Türkheims im Jahre 2016 profitieren nicht nur die Schulen, sondern auch Mutter-Kind-Gruppen mit ihrem Nachwuchs. Gern gesehen sind auswärtige Hobby-Mannschaften, die zum finanziellen Unterhalt der Sportstätte beitragen. Dass der ESVT nun „gut behütet“ die Saison mit einem Heimspiel seiner ersten Mannschaft gegen den ERC-Lechbruck und einer Schlittschuhnacht eröffnete, darf man als glatte Punktlandung werten.

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