Die Unterallgäuer schenken Hans-Joachim Weirather (FW) das Vertrauen. Rund 62 Prozent stimmten für den Amtsinhaber. Deutliche Niederlage für CSU-Herausforderin Marita Kaiser.

Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler) bleibt für weitere acht Jahre Landrat im Unterallgäu. Für den Amtsinhaber stimmten gestern insgesamt 62,29 Prozent der Wähler. CSU-Herausforderin Marita Kaiser konnte 37,71 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 41,7 Prozent annähernd die Marke der vergangenen Landratswahl. Im Jahr 2006 hatten 42,8 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht und ihr Votum abgegeben. Damals wie heute hieß der große Sieger Hans-Joachim Weirather.
Der amtierende Landrat sicherte sich in diesem Jahr in 47 der insgesamt 52 Städte und Gemeinden im Landkreis die Mehrheit der Wählerstimmen. Kaiser konnte lediglich in Babenhausen, Markt Wald, Ettringen, Amberg und Wiedergeltingen einen Sieg erringen. In den Orten, in denen Kaiser siegte, fielen die Ergebnisse durchweg knapp aus. In Markt Wald zum Beispiel lag Kaiser mit nur einer Stimme vor Weirather. Der Amtsinhaber triumphierte unter anderem in den größten Städten des Landreises. In Mindelheim stimmten 65,6 Prozent der Wähler für den Mann der Freien Wähler, in Bad Wörishofen waren es 53,9 Prozent. Am deutlichsten fiel das Ergebnis für Weirathers in seiner Heimatgemeinde Fellheim aus. In dem kleinen Ort votierten 85,4 Prozent der Wähler für den amtierenden Landrat im Unterallgäu.
Bei der Wahlbeteiligung sticht der Ort Trunkelsberg heraus. In der Gemeinde machten 73,5 Prozent der Stimmberechtigten ihr Kreuzchen. Besonders wenig Menschen gingen in Wiedergeltingen zur Wahl. Dort lag die Wahlbeteiligung bei lediglich 29,2 Prozent. In keinem anderen Ort im Landkreis machten weniger Menschen von ihrem Stimmrecht Gebrauch.
Das Ergebnis der Landratswahl im Detail finden Sie unter http://www.wahl-unterallgaeu.de/.
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