Freitag, 23. Februar 2018

09. Februar 2018 04:09 Uhr

Faschingshöhepunkt in Mindelheim

Wildwest auf dem Marienplatz

Beim Rathaussturm macht der Durahaufa das Rathaus zum Saloon und der Bürgermeister fällt aus dem Fenster Von Wilhelm Unfried

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Wilder Westen mitten in der Stadt. Beim Rathaussturm des Durahaufa wurde am Gumpigen Donnerstag der Marienplatz zum Camp und das Rathaus zum Saloon. Bürgermeister, Rathausmitarbeiter und Stadträte mussten unter anderem ein Rodeo organisieren, am Lagerfeuer kochen und sogar ein echter Stunt wurde gefordert.

In Mindelheim hat der Rathaussturm eine lange Tradiition, erinnerte sich Zunftmeister Bernhard Preschl, heuer fand die Gaudi zum 25. Mal statt.

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Zehn Aufgaben müssen gelöst werden

Drei Tage vor dem Gumpigen Donnerstag bekommt die Stadt zehn Aufgaben zugestellt und dann ist besonders der Bauhof gefordert. So wurden vor dem Eningang zum Rathaus ein Saloonschild mitsamt klassischer Schwingtür aufgebaut. Eigentlich sollte der Stadtbaumeister vor diesem Western-Saloon einen Cha-Cha-Cha tanzen. Doch Gerhard Frey war krank und die Zweitbesetzung bemühte sich zwar, doch konnte nicht überzeugen. Denn der Tanz zu „Komm hol das Lasso raus!“ war hat kein Cha-Cha- Cha.

Noch komplizierter war die Aufgabe, die auf Bürgermeister Stephan Winter wartete. Er sollte wie bei einem Filmstunt vom Rathausbalkon fallen. Allerdings sprang er nicht selbst, sondern löste die Aufgabe elegant, indem eine Pappfigur vom Balkon gestoßen wurde. Somit hat die Stadt zwar weiterhin einen gesunden Bürgermeister aber der Sieg ging wieder an den Durahaufa.

Steckenpferde und ein Rindviech

Die Narren forderten auch ein Rodeo auf dem Marktplatz. Reiter sollten ein Longhorn mit dem Lasso einfangen. Einige Mitarbeiter ritten auf Steckenpferden über den Platz und auch das Rindviech sah sehr nach einem Zweibeiner aus. Netter Versuch, aber ein Punkt für die Narren.

Beim letzten Western-Test dachten die Narren an sich. An einem stilechten Lagerfeuer sollte für den Durahaufa ein genießbares Chili con carne zubereitet werden, was auch gelang.

Doch die Fürsorge der Hästräger galt auch dem Durahansl. Die Turmfifur wurde nämlich in seinem nagelneuen Kleidern schon angefahren. Sie forderten deshalb für den armen Hansl eine Schutzkleidung nach Art des American Football. Der Bauhof sorgte für die passende Ausrüstung. Die Idee hat Zukunft, fanden alle. In der neuen Kluft dürfte dem armen Hansl nichts mehr passieren.

Im Wigwam war ein Ersatzkanzler

Außerdem konnte der Bürgermeister noch sein Talent als Grundschullehrer unter Beweis stellen, als er die Unterschiede der einzelnen Turmfiguren an einer Tafel erläuterte. Außerdem zauberte die Stadt auch noch Norbert Silwockyi als Ersatzkanzler aus einem Wigwam hervor und die Rathausmitarbeiter sangen ein Geburtstagslied für die 66-jährige Mindelonia. Half aber alles nicht, der Durahaufa behielt die Oberhand. Die Stadtverwaltung war wieder einmal besiegt und die Narren stürmten das Rathaus.

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