Dorschhausen Es ist derzeit das zentrale Thema in Dorschhausen und stand auch im Mittelpunkt der Bürgerversammlung. Die Planungen für das neue Vereinsheim sind nun so weit fortgeschritten, dass in diesem Jahr mit der Umsetzung des großen Projektes, das mit rund einer Million Euro an Kosten veranschlagt ist, begonnen werden kann.
Helmut Bader
Zunächst allerdings ging Bürgermeister Klaus Holetschek auf einige wesentliche Dinge der Stadtpolitik ein. Aus der Abteilung Statistik erwähnte er, dass 678 der zum 1.1. 2009 gezählten Einwohner Bad Wörishofens in Dorschhausen wohnten. Im wirtschaftlichen Bereich betonte er, dass die Kurstadt trotz schwieriger Zeiten mit seiner Thematik der Gesundheitsfürsorge gut aufgestellt sei und dass die Errichtung der Therme ein wichtiges Signal für die Zukunft gewesen sei. Dass die zweite Bohrung auf 2600 Meter Tiefe nötig gewesen sei, die Aufbereitung des Wassers jedoch aufwendiger sei, als zunächst angenommen, räumte er ebenfalls ein.
Gute gegenseitige Partnerschaft erwünscht
Weitere Themen seiner Ausführungen waren die sozialen Aspekte, der geplante Bürgerhaushalt, der Wert des Ehrenamtes und eben das Vereinshaus in Dorschhausen. Dazu seien jeweils 180 000 Euro in diesem und im nächsten Haushalt bereits eingestellt und das Anwesen von der Stadt gekauft worden. Erfüllt würde damit auch eine Vorgabe aus dem Eingemeindungsvertrag, zumal das neue Haus auch die alte Schule ersetzen würde. Nun gelte es, in einer guten Partnerschaft zwischen Stadt und den Vereinigungen in Dorschhausen das Projekt umzusetzen.
Architektin Barbara Glantschnig, die für die Planung und Durchführung des Vereinsheimes verantwortlich zeichnet, stellte danach das Haus noch einmal in seinen Einzelheiten den zahlreich erschienenen Besuchern in der "Forelle" vor. Sie erwähnte, dass vom Bestand nur ein kleiner Teil erhalten werden konnte und ging auf die einzelnen Räumlichkeiten ein. Geheizt werden solle das Haus mit einer Pelletheizung, wozu ein Lagerraum für das Material erforderlich sei und auch für eine Wärmedämmung zur Einsparung von Energie sei gesorgt.
Dorfgemeinschaftsverein gegründet
Zur Umsetzung des Projektes wurde in Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen ein Verein "Dorschhauser Dorfgemeinschaft e.V." gegründet, der als Vertragspartner der Stadt fungieren wird. Georg Singer stellte diesen Verein mit seinen Zielen, seinem Zweck und seinen Aufgaben detailliert vor. Er appellierte an die Bürger, sich nunmehr aktiv im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten einzubringen. Immerhin sollen 250 000 Euro an Eigenleistungen aufgebracht werden.
Wie diese errechnet würden, wollte Anton Guggemos schließlich bei der allgemeinen Aussprache der Bürgerversammlung wissen. Albin Hoh regte zusammen mit anderen an, einen Kellerraum im neuen Heim doch größer zu gestalten, um mehr Raum zu gewinnen. Dem hielt Stadtrat und Architekt Johannes May jedoch entgegen, dass man unbedingt im vorgegebenen Kostenrahmen bleiben müsse. Weitere Anfragen bezogen sich auf den zu erwartenden LKW-Verkehr durch den Hausabbruch und die Wege dazu. Eine vorübergehende Belastung würde sich wohl nicht vermeiden lassen, meinte Bürgermeister Holetschek dazu.
Schließlich stellte sich noch die Frage nach einer kostenlosen Nutzung des Kurbähnles für ältere Bewohner, ähnlich der Kurgäste. Stadtwerkechef Helmut Vater verwies dazu auf die Kostenfrage und auf die Möglichkeit der Nutzung einer Einwohnerkurkarte, die dies ermöglichen würde.
|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: