Mittwoch, 18. Oktober 2017

20. Mai 2015 06:00 Uhr

Fuggerschlosskonzerte in Kirchheim

Zwei Ensembles ersetzen einen Solisten

Statt Paco Montalvo musizieren vier junge Musiker im Zedernsaal Von Andreas Herb

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Aloisia (Violine) und Natalia Dauer (Cello) begleitet von Patrick Pok-man Leung (Klavier) gestalteten den ersten Teil des ersten Fuggerschlosskonzertes im Zedernsaal.
Foto: Herb

Die neue Reihe „Fuggerschlosskonzerte“ hat es sich zum Ziel gemacht, „Unterhaltung und Kulturgenuss auf höchstem Niveau an einem außergewöhnlichen Ort anzubieten“. Der Anfang schien mit der Verpflichtung des weltbekannten jungen Geigers Paco Montalvo gemacht. Doch der erschien (krankheitshalber) nicht im Zedernsaal. Dafür engagierte der verantwortliche Geschäftsführer Mario Gutiérrez gleich zwei hochwertige Ensembles, die je ein abendfüllendes Programm anboten: Die Schwestern Aloisia und Natalia Dauer (Violine, Cello) mit dem Klavierbegleiter Patric Pok-man Leung, im ersten und Senta Kraemer (Violine) und Ayumi Janke (Klavier), Lehrer am Augsburger Leopold-Mozart-Zentrum im zweiten Teil.

Nach dem langen eineinhalbstündigen ersten Teil noch das musika-lische Wohlwollen der wenigen Zuhörer herauszufordern, war gewiss nicht leicht. Doch dem Duo Kraemer/Janke gelang dies, am Ende spielten sie dank des starken Beifalles noch eine Zugabe! Mit der Sonate in A-Dur von César Franck, sicherlich mit der Höhepunkt des späten Abends, wählten sie ein Werk aus, das in seiner Sanglichkeit, den schwebenden Rhythmen und den häufigen Modulationswechseln zu den populärsten Werken des französischen Komponisten gehört. Der Flügel blühte unter den Fingern von Ayumi Janke auf, die aufkommende Kälte des Zedernsaales wurde durch die klangliche Fülle des Duos zurückgedrängt.  Zu Beginn stand „Legende“ von Henri Wieniawski  für Violine und Klavier. Es ist ein Vorzeigestück für jeden Violinspieler: Verzierungen, chromatische Abläufe und Doppelgriffe wurden von Kraemer technisch virtuos gemeistert.

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Vor der Pause gestalteten Aloisia und Natalia Dauer mit Violin- und Cellokonzerten das Programm. Den Orchesterpart übernahm das Klavier, dem eine technisch anspruchsvolle Begleitfunktion zugewiesen wurde.

In diesem Sinne musizierte Patrick Pok-man Leung, der am Salzburger Mozarteum Klavierbegleitung unterrichtet, stützend und unauffällig. Im Gegensatz dazu die beiden Schwestern: Die Cellistin Natalia Dauer, 18 Jahre jung, mehrfache Preisträgerin bei „Jugend musiziert wählte zu Beginn zwei Werke von Carl Davidoff,  Solocellist am kaiserlichen Theater in Petersburg aus: „Am Springbrunnen“ und den zweiten Satz aus dem Cellokonzert in a-Moll, einem Bravourstück, welches ihre enormen technischen Fähigkeiten zeigte.

Vor der Pause spielte ihre Schwester Aloisia die Sonate für Violine und Kla-vier in G-Dur, op. 78 von Johannes Brahms. Auch sie erhielt einige erste Preise bei „Jugend musiziert“. Ihr schlanker Ton ließ an diesem Abend auch das große „Regenliedthema“ elegisch und lyrisch erklingen. Reicher Beifall für die jungen Künstler.

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