Dienstag, 21. Oktober 2014

16. Juli 2008 18:35 Uhr

Zwei Erstaufführungen

Bad Wörishofen (sid) - "Wenn die Rosen blühn" ist ein sehr altes, zauberhaftes Lied, das August Heinrich von Weyrauch (1788-1865) komponierte. Beim Konzert in der Erlöserkirche vom "Malinconia-Ensemble" aus Stuttgart ein Extrabonbon für das begeisterte Publikum. Dieses Ensemble wurde zur Erinnerung an unbekannte Meisterwerke und vergessene Kompositionen Mitte der 80er Jahre gegründet. Violinist Helmut Scheunchen leitet das Ensemble. Mit Ramin Trümpelmann an der Violine und Günter Schmidt am Klavier ergänzen sie sich in hervorragender Weise.

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Ihre Interpretationen sind äußerst harmonisch und von einer ausgeprägten Spielfreude gekennzeichnet. Gemeinsam mit Kammersänger Dr. Helmut Holzapfel brachten sie ein zauberhaftes Rosenbukett selten aufgeführter Werke und zwei Erstaufführungen zu Gehör. Duftende, edle Rosen waren die verzaubernden kleinen Werke, das dreisätzige kurze "Klaviertrio F-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart, das einsätzige "Klaviertrio B-Dur" von Ludwig van Beethoven und das Klaviertrio C-Dur, op 27 von Hermann Franke. Lieder von Franz Schubert und Boris Vietinghoff-Scheel sorgten für die melancholische, romantische Stimmung, die schon der Name des Ensembles ausdrückt. "Heimat", ein Lied von Schubert, hatte Helmut Scheunchen für Violoncello und Klavier umgeschrieben. Beide drückten diesem Werk in ganz besonderer Weise ihren persönlichen Stempel auf.

Zwei "neue Rosenzüchtungen" sorgten für ein interessantes Klangerlebnis. Dr. Dietmar Gräf, der Bad Wörishofer Komponist, vertonte "Annas Himmelfahrt" zu einem Melodram. Der Prosatext ist dem Roman "Böhmisches Richtfest" von Dr. Gerold Tietz aus Esslingen entnommen. Tietz erhielt 2007 den Sudetendeutschen Kulturpreis für Literatur. Da Dr. Gräf in seinen Kompositionen keine Takte verwendet, hatten das Ensemble und der Tenor die Möglichkeit, die Interpretation frei zu gestalten. Es wechselte sich das gesprochene Wort mit dem Gesang in unregelmäßigen Abständen ab. Das, so Gräf, sei ihnen in hervorragender Weise gelungen. Ebenso klang das Lied "einsamer Wolf", Text von Dietmar Scholz, Widmar Hader vertonte es. Er ist Vizepräsident der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. Gräf, Tietz und Hader waren bei diesen Erstaufführungen selbst zugegen und wurden vom Publikum mit reichlichem Applaus gefeiert.

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Aus Volksliedern für Singstimme und Klaviertriobegleitung erklangen zum Abschluss Lieder aus England, Russland und aus Polen. Was war da schöner, als an die in der Sommerzeit üppig blühenden, duftenden Rosen zu denken und ihren, wie der Lieder Liebreiz, zu genießen.

Da passten auch die Worte von Pfarrerin Susanne Ohr: "Ich singe mit, wenn alles singt." Haleh Alp, Konzertpianistin und Mutter des Violinisten Ramin Trümpelmann meinte: "Das war ein amüsanter Konzertabend."

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