Der EV Bad Wörishofen schlittert in der Landesliga in die bedrohliche Zone. Nun hat auch noch ein Quintett gemeutert – und den Verein in der entscheidenden Saisonphase verlassen. Von Axel Schmidt

Von Axel Schmidt
Bad Wörishofen Nicht einmal vier Monate ist es her. Damals, eine Woche vor dem Saisonstart in die Eishockey-Landesliga, gingen die Verantwortlichen des EV Bad Wörishofen optimistisch in die neue Spielzeit. Platz acht war das erklärte Ziel von Trainer Andreas Schweinberger und Teammanager Michael Oswald. Außerdem wollte man die junge Mannschaft weiterentwickeln.
Nun, da noch vier Spiele ausstehen, sieht die Realität anders aus. Der EV Bad Wörishofen steht auf ganz dünnem Eis. In der Tabelle rangiert der EVW auf dem zwölften Platz. Zwar nur vier Punkte hinter dem anvisierten Ziel, aber – und das ist das weitaus gravierendere Problem – auch nur einen Punkt vor dem ersten von zwei Abstiegsplätzen. Allein das Tabellenbild zeigt es also: Von einem gemütlichen Saisonausklang kann beim EVW keine Rede sein. Schon gar nicht, wenn auch noch interne Querelen dazukommen.
Mit Marco Fichtl, Christian Rybniker, Christian Schwarz sowie den beiden Torhütern Tobias Ille und Alexander Rippl quittierten gleich fünf Spieler aus dem Raum Kaufbeuren kürzlich ihren Dienst beim EVW. Das auslösende Moment soll ein Gespräch des Trainers mit zwei Spielern gewesen sein, in dem er deren Leistungen kritisiert hatte.
„Wenn ein Trainer nicht mehr kritisieren darf, dann weiß ich auch nicht“, sagt Schweinberger. Das hat seinen Preis: 16 Spieler und ein Torhüter stehen Trainer Schweinberger für die letzten vier Saisonspiele noch zur Verfügung. Und der Druck wird in den kommenden Spielen höher. „Aus den nächsten beiden Spielen gegen Holzkirchen und Landsberg müssen zwei Punkte her“, fordert Teammanager Michael Oswald. Denn am vorletzten Spieltag kommt es zum direkten Duell mit dem Tabellenvorletzten SC Forst. Der hat aktuell ein Spiel mehr absolviert, dafür einen Punkt weniger auf dem Konto. Um diese Partie am 24. Februar also einigermaßen gelassen angehen zu können, muss der EVW schon vorher die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Egal, wie ausgedünnt der Kader ist.
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