Mindelheims Neuzugang Lukas Ploss hat schon viel erlebt: einen Derbysieg mit dem "Club" über den FC Bayern, den Wechsel in die Bayernliga und einen Kreuzbandriss. Von Axel Schmidt


Lukas Ploss ist Torhüter. Einer, mit großem Talent und Ehrgeiz. Das hat ihn von seinem Heimatverein TSV Ettringen über die Stationen Krumbach, Memmingen, Augsburg bis in die U19-Bundesliga zum 1. FC Nürnberg gebracht. Nach einem kurzen Engagement beim Bayernligisten TSV Aindling und einem Kreuzbandriss will der 20-Jährige nun beim TSV Mindelheim in der Bezirksob erliga wieder angreifen.
Herr Ploss, kürzlich hat der FC Augsburg in der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg gespielt. Wem haben Sie die Daumen gedrückt? Sie haben ja bei beiden Vereinen schon gespielt.
Lukas Ploss: Da war ich etwas im Zwiespalt und deswegen relativ neutral.
An welches Spiel im Trikot des 1. FC Nürnberg erinnern Sie sich noch gerne?
Ploss: Da fallen mir gleich zwei ein. Beide Male mit der B-Jugend. Einmal haben wir gegen den FC Bayern mit 3:2 gewonnen, einmal das Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:0.
Nach einem Jahr in der A-Jugend haben Sie den 1. FC Nürnberg dann jedoch verlassen. Warum?
Ploss: Es hat sich abgezeichnet, dass die Perspektive in Nürnberg nicht optimal für mich war. Ich war mit der Schule fertig und wollte mir mit einer Ausbildung ein zweites Standbein aufbauen. Als dann Manfred Paula (damals Trainer beim TSV Aindling, Anm. d. Red.) angerufen hat, weil der TSV Aindling einen Torhüter für den Bayernligakader braucht, habe ich zugesagt. Ich wollte immer so hoch wie möglich spielen.
Der Traum von der Bayernliga hat sich aber dann nicht ganz erfüllt.
Ploss: Im Februar 2011 habe ich mich zum ersten Mal schwer verletzt. Durch diesen Kreuzbandriss habe ich gemerkt, wie schnell alles vorbei sein kann. Deswegen liegt mein Hauptaugenmerk nun auf meiner Ausbildung zum Bankkaufmann. Den Vertrag beim TSV Aindling habe ich deswegen aufgelöst.
Nun ist ein Jahr seit Ihrem Kreuzbandriss vergangen. Sie haben einen Ausbildungsplatz in der Region. Die Anfrage vom TSV Mindelheim kam also zur rechten Zeit?
Ploss: Marcus Eder (Trainer TSV Mindelheim, Anm. d. Red.) hat mich in Ettringen mal auf dem Sportplatz angesprochen und mir angeboten, dass ich mittrainieren dürfte, um wieder fit zu werden.
Aktuell ist der TSV Mindelheim Zweiter in der Bezirksoberliga. Wo kann es heuer noch hingehen?
Ploss: Ich habe die Mannschaft etwas kennengelernt, aber noch kein Spiel gesehen. Aber man merkt, dass es von jedem das Ziel ist, so weit wie möglich oben zu stehen. Und nach vorne könnte schon noch was gehen.
Das würde dann Platz eins und damit den Aufstieg in die Bayernliga bedeuten. Ist das – nach Ihrer Erfahrung beim TSV Aindling – für den TSV Mindelheim machbar?
Ploss: Schwere Frage. Von den Persönlichkeiten und dem Umfeld wäre das Potenzial da. Ich sag’ einfach mal ja.
Das ausführliche Interview lesen Sie in der Samstagsausgabe der Mindelheimer Zeitung.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: