Sonntag, 21. Januar 2018

30. Dezember 2017 09:00 Uhr

Futsal

Die Mattsieser Parole: Spaß haben

Als Kreisklassist hat der SV Mattsies bei der schwäbischen Meisterschaft nichts zu verlieren. Entsprechend locker geht die Mannschaft in das Vorrundenturnier.

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Andreas Miller (hinten) wird auch in Hawangen die Futsal-Mannschaft des SV Mattsies coachen. Zuletzt hat das beim Turnier in Pfaffenhausen gut geklappt, als sich die Mattsieser den Sieg holten.
Foto: Axel Schmidt

43 Mannschaften nehmen in diesem Jahr an der Schwäbischen Hallenmeisterschaft teil, darunter drei Bayernligisten, sechs Landesligisten, viele Bezirksligisten – und vier Kreisklassisten. Einer dieser vier Kreisklassisten ist der SV Mattsies. Als Tabellenneunter der Kreisklasse Allgäu 2 sind die Mattsieser in die Winterpause gegangen – und stehen damit auf dem Papier als größter Außenseiter der Schwäbischen Hallenmeisterschaft da.

„Die Rolle gefällt uns“, sagt Andreas Miller, der die Futsal-Truppe des SV Mattsies in der Hallensaison betreut. „Für uns ist das Turnier in Hawangen ein Zuckerle, das wir gerne mitnehmen.“ Ob es am Samstag für die Mattsieser in Hawangen zu mehr als nur den beiden Gruppenspielen gegen den SV Egg und den TSV Babenhausen reicht, vermag Miller nicht einzuschätzen. „So weit denke ich auch nicht. In erster Linie wollen wir Spaß haben und zeigen, dass auch ein Kreisklassist guten Futsal spielen kann.“ Sollte dennoch das Halbfinale herausspringen, dann wäre das „das Nonplusultra“. Eher hat Miller schon den SV Egg oder die DJK SV Ost-Memmingen auf dem Zettel. Denen traut er nicht nur den Sprung in die Endrunde zu, sondern auch beim Finalturnier in Günzburg so einiges. „Ost Memmingen hat mit Nimanaj, Kordic und Co. herausragende Einzelspieler. Und Egg ist als Mannschaft einfach überragend“, sagt er.

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Schon im vergangenen Jahr war der SV Mattsies, damals als Unterallgäuer Vizemeister, bei der Schwäbischen Meisterschaft vertreten. Allerdings blieb die Überraschung aus und die Mattsieser waren nach der Vorrunde mit einer Niederlage (2:4 gegen Egg) und einem Unentschieden (0:0 gegen Babenhausen) nur noch Zuschauer. Trotzdem freuen sich die Mattsieser auf das Vorrundenturnier: „Futsal macht unserer Truppe einfach Spaß“, sagt Miller – und findet es gleichzeitig schade, dass immer weniger Vereine diese Art des Hallenfußballs mittragen.

Tatsächlich ist der Schwund an Mannschaften für die Schwäbische Hallenmeisterschaft eklatant. „Hallenfußball ist auf einem absteigenden Ast“, sagt der kommissarisch tätige Bezirks-Spielleiter Reinhold Mießl vor den Vorrunden der Schwäbischen Hallenmeisterschaft. Warum aber steckt der Hallenfußball in der Krise? Die Ursachen seien vielfältig. Auf den seit Jahren unter Fachleuten, Fußballern und Fans schwelenden Disput „modernes versus klassisches Modell“ allein lasse sich das Problem jedenfalls nicht reduzieren, betont der Funktionär. Realistisch betrachtet habe der Niedergang natürlich schon lange vor der Umstellung auf das international gültige Regelwerk begonnen. Seit statt Hallenfußball Futsal gespielt wird (heuer in der fünften Saison), gehe es eben schneller, hat Mießl beobachtet.

Wer allein auf die Zahlen blickt, muss dem Mann Recht geben: Vor zwei Jahren hatten sich noch stattliche 54 Teams um den Pott beworben, zwölf Monate später waren es 48 und diesmal, versuchen noch ganze 43 Mannschaften, den Titel zu holen. Im vergangenen Winter gab es mit 2150 Zuschauern in den Vorrunden die schlechteste Kulisse aller Zeiten, das Finale in Günzburg lockte ungefähr 1200 Menschen an. Niemand glaubt ernsthaft daran, dass der Zuspruch angesichts von nur noch sieben statt bislang acht Qualifikationsturnieren diesmal sprunghaft ansteigt. Mießl sagt mit einem Achselzucken: „Ich wage für die Bezirksmeisterschaft keine Zuschauerprognose zu stellen.“

Zumal auch die Terminierung der Endrunde in diesem Jahr einigermaßen ungünstig liegt. Am selben Tag nämlich steigt der FC Augsburg mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV in die Bundesliga-Rückrunde ein. (mit ica)

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