Neben dem TSV 1860 München schlagen Energie Cottbus, Rubin Kasan und Atromitos Athen ihre Zelte in Bad Wörishofen auf. Weitere Teams könnten noch folgen

Bad Wörishofen Zuletzt waren es die Manager Pablo Thiam und Alexander Strehmel vom ehemaligen Deutschen Meister VfL Wolfsburg, die der Kneippstadt Bad Wörishofen einen Besuch abstatteten. Allerdings waren die beiden Ex-Fußballprofis nicht in der Stadt, um sich einer Kur zu unterziehen, sondern sie loteten die Trainingsmöglichkeiten für ihren Arbeitgeber aus.
Denn wie im vergangenen Jahr will der VfL seine zweite Mannschaft, die von Trainer Lorenz-Günther Köstner trainiert wird, nach Bad Wörishofen ins Trainingslager schicken. Sollte es dazu kommen, wären die „kleinen Wölfe“ ein weiterer prominenter Verein im Reigen der Profiklubs, die in der Kneippstadt ihre Zelte für die Saisonvorbereitung aufschlagen. Denn laut Axel Morel von der Krefelder Sportmarketing-Agentur AMC haben bislang der TSV 1860 München (wir berichteten), das russische Spitzenteam Rubin Kasan und Zweitligist FC Energie Cottbus fest gebucht.
Die Münchner Löwen reisen bereits am Dienstag, 7. Juni, an und beziehen im Kurhotel Kreuzer Quartier. Sie kommen mit über 30 Personen und bestreiten das Auftakttrainingslager zur neuen Saison. Am Freitag, 10. Juni, um 18.30 Uhr treten sie dann gegen den heimischen FC Bad Wörishofen zu einem ersten Testspiel mit der neuen Mannschaft an. Für alle Löwenfans im nahen und weiten Umkreis sicher ein Termin, der im Kalender rot – oder besser: blau – markiert werden sollte. Gabor Kiraly, Daniel Bierofka oder Flügelflitzer Stefan Aigner werden dann wohl mit von der Partie sein. Bereits zum dritten Mal in die Kneippstadt kommt die russische Spitzenmannschaft Rubin Kasan, die in der vergangenen Champions-League-Saison erneut eine ausgezeichnete Figur abgab. Die Mannschaft wohnt im Steigenberger Hotel „Der Sonnenhof“ und trainiert vom 4. bis zum 15. Juli auf dem Sportgelände am Unteren Hart. Weiter fest gebucht ist Energie Cottbus mit Trainer Claus-Dieter „Pelé“ Wollitz. Die Lausitzer sind vom 26. Juni bis 4. Juli in der Kneippstadt und wohnen im Hotel „Residence“.
Dies ist aber längst nicht alles an Trainingslagern. In Verhandlungen steht Morel derzeit auch noch mit Borussia Mönchengladbach, wobei hier noch die Entscheidung um den Klassenerhalt (das zweite Relegationsspiel fand gestern Abend nach Redaktionsschluss statt, Anm. d. Red.) eine Rolle spielt.
Ziemlich sicher sind dagegen der Aufenthalt des griechischen Erstligisten Atromitos Athen vom 23. Juli bis zum 4. August, sowie das Gastspiel des 1. FC Kaiserslautern II mit Trainer Frank Lelle vom 23. bis zum 30. Juli. Auch dies ist kein Zufall, denn Stephan Kuntz, der Geschäftsführer der Roten Teufel vom Betzenberg, kennt die Kneippstadt und ihre hervorragenden Trainingsbedingungen schon von seinen früheren Aufenthalten, als er noch Trainer bei anderen Mannschaften war. Nach derzeitigem Stand hat sich zuletzt auch noch der württembergische Oberligist FV Illertissen angesagt, der ein Kurztrainingslager vom 15. bis zum 17. Juli abhält. Darüber freut sich besonders der Stockheimer Patrick Rösch, der beim FV im Tor steht und somit ein echtes Heimspiel hat.
Große Belastung bedeuten diese Trainingslager natürlich nicht zuletzt für die Sportanlage im Unteren Hart. Deshalb besichtigte Morel mit Thiam und Strehmel auch noch die Plätze im benachbarten Schlingen als Ausweichquartier und waren von deren Zustand überaus angetan. Auch im letzten Jahr hatten sich schon einige Teams dorthin zurückgezogen und die Ruhe in Schlingen besonders genossen.
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