Kempten (kro) - "Ein wenig verrückt muss man schon sein, um sich in ein solches Abenteuer zu stürzen", gesteht Nicki Miller aus Petersthal. Die 37-Jährige meint damit die Teilnahme an der Old- und Youngtimer-Rallye, die heuer zum vierten Mal von Oberstaufen in den Orient führt. Zum Team "Dirndl Power" aus dem Allgäu gehören noch Gitti Wölfle (44) aus Petersthal, Katja Jordan (34) aus Dietmannsried und Moni Link (41) aus Sulzberg.
Die vier Allgäuerinnen werden als einziges reines Frauenteam unter den 64 Teams am 2. Mai in zwei Fahrzeugen starten. Das erste Stück auf dem insgesamt 5000 Kilometer langen Weg bis Amman in Jordanien wollen sie im Dirndl zurücklegen. "Irgendwann werden wir natürlich das Trachteng´wand gegen Outdoor-Klamotten eintauschen", lacht Nicki Miller. Als Bedingung für die Teilnahme gilt: Die "fahrbaren Kisten" müssen mindestens 20 Jahre auf dem Buckel haben und dürfen einen Wert von 2000 Euro nicht überschreiten.
Hilfsgüter sind mit an Bord
Auf Achse werden die Weltenbummler übrigens nicht nur aus Spaß am Abenteuer sein. "Es geht bei dieser Veranstaltung vor allem um einen karitativen Zweck. Zum einen werden alle Fahrzeuge in Amman versteigert. Der Erlös kommt internationalen Hilfsorganisationen zugute. "Beispielsweise dem Welternährungsprogramm WFP der Vereinten Nationen", berichten die Power-Frauen.
Außerdem würden auch Hilfsgüter aus dem Allgäu mit auf die Fahrt gehen oder unterwegs besorgt. Diese nützlichen Dinge sollen dann in den durchreisten Ländern an Kinderheime und Waisenhäuser verteilt werden. "Die Routen können alle Teams selbst wählen. Navigations-Instrumente sind natürlich nicht erlaubt.
Auch Autobahnen oder Mautstraßen sind tabu und täglich dürfen nicht mehr als 666 Kilometer gefahren werden. Außerdem müssen die Übernachtungsmöglichkeiten spartanisch sein", erklärt das "Dirndl-Power"-Team die Regeln.
Die Strecke ist bereits ausgewählt
Die Allgäuerinnen haben die Strecke Oberstaufen, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Türkei, Syrien, Jordanien gewählt. "Sieger ist das Team, das gemeinsam in Amman ankommt und alle Sonderaufgaben erfüllt hat. Und da rechnen wir uns schon gute Chancen aus", meint Nicki Miller. Sie verheimlicht aber nicht, dass bis dahin noch ein weiter Weg ist.
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