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13. März 2010 09:55 Uhr

Abi anscheinend attraktiv

Landkreis Im Landkreis Neu-Ulm streben immer mehr junge Leute die "allgemeine Hochschulreife" an - entweder direkt auf Gymnasien oder auf dem zweiten Bildungsweg auf der Berufsoberschule. Zugleich geht die Zahl der Grund- und Hauptschüler und der Realschüler zurück. Das geht aus der Schulstatistik des Landkreises hervor, die dem Kreistags-Schulausschuss in jüngster Sitzung vorgelegt wurde.

Die Zahl der Abiturienten ist 2010 zum dritten Mal in Folge angestiegen: 2007/08 besuchten 3975 Schüler eines der fünf Gymnasien, 2009/10 waren es 4089. Der Zuwachs bei Gymnasiasten ist insofern bemerkenswert, weil er dem auch der demografischen Entwicklung geschuldeten Rückgang der Gesamt-Schülerzahl gegenübersteht.

Aktuell werden an den insgesamt 64 Schulen im Kreis 22 428 junge Bürger unterrichtet, knapp ein Prozent weniger als vor Jahresfrist.

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Federn lassen mussten vor allem die Volksschulen: Die Schülerzahl ging von 10 357 (2008) um 165 zurück (minus 1,6 Prozent). Aufgegliedert ist ein Rückgang bei den Grundschülern um 1,5 Prozent, bei den Hauptschülern um 1,7 Prozent zu verzeichnen.

"Gewinner" bei dieser Entwicklung sind aber nicht die Realschulen: An den fünf Einrichtungen im Kreisgebiet werden derzeit 3039 Jugendliche unterrichtet, 57 weniger als im Vorjahr. Dabei ist die Entwicklung uneinheitlich (siehe Kasten).

Von großem Interesse scheint der sogenannte zweite Bildungsweg zu sein: Die Anzahl der Berufsoberschüler, die etwa nach einer Berufsausbildung an der Neu-Ulmer FOS/BOS das Abitur "nachmachen" wollen, stieg um 25 Prozent auf 389 junge Frauen und Männer. Die Zahl der Fachoberschüler sank leicht um neun Personen.

Nach wie vor die größten von der Schülerzahl her im Landkreis sind die Berufsschulen Neu-Ulm und Illertissen - wenngleich 68 Schüler weniger als 2008/09 (2155) unterrichtet werden.

An den Förderschulen in Pfuhl, Illertissen und der Lindenhofschule Senden waren 640 Schülerinnen und Schüler eingeschrieben - im Vorjahr betrug die Anzahl 663.

An 36 der 48 Volksschulen gibt es eine Mittagsbetreuung, zum Teil in einer verlängerten Version. Ganztagesklassen im Grundschulbereich gibt es in Neu-Ulm (Stadtmitte, Weststadt, Offenhausen, Pfuhl und Ludwigsfeld) sowie in Senden und Illertissen. Hauptschul-Ganztagesklassen sind eingerichtet in Neu-Ulm (Stadtmitte, Ludwigsfeld und Pfuhl), in Illertissen, Senden und Weißenhorn.

In der Aussprache sagte Wolfgang Opitz, Schulexperte im Landratsamt, dass der Rückgang der Schülerzahl am Illertisser Gymnasium auf das "Wegbrechen" des Babenhauser Raumes (ehemals Landkreis Illertissen) zurückzuführen sei. Besonders erwähnt wurde das Wiedererstarken des Neu-Ulmer Lessing-Gymnasiums (SPD-Kreisrat Klaus Panning: "Boom-School"), das heuer fünf Eingangsklassen bilden wird. Landrat Erich Josef Geßner lobte für den Aufschwung vor allem die Arbeit von Schulleiter Dr. Martin Bader.

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