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Verkehr: Allgäuer Ring ist und bleibt Unfallschwerpunkt Nummer eins

Verkehr

Allgäuer Ring ist und bleibt Unfallschwerpunkt Nummer eins

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    Der Allgäuer Ring ist der Unfallschwerpunkt Nummer eins in Neu-Ulm. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei dort 25 Unfälle. Die Stadtverwaltung befürchtet, dass es dort noch häufiger krachen wird, wenn der Verkehr wegen des Europastraßen-Umbaus zum Teil über den Kreisel umgeleitet wird.
    Der Allgäuer Ring ist der Unfallschwerpunkt Nummer eins in Neu-Ulm. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei dort 25 Unfälle. Die Stadtverwaltung befürchtet, dass es dort noch häufiger krachen wird, wenn der Verkehr wegen des Europastraßen-Umbaus zum Teil über den Kreisel umgeleitet wird. Foto: Alexander Kaya

    Neu-Ulm Der Allgäuer Ring ist und bleibt der Unfallschwerpunkt Nummer eins in Neu-Ulm. An dem Kreisel kam es im Jahr 2011 zu 25 Unfällen, bei 16 davon wurden Personen verletzt, darunter fünf Radler. Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Die Stadtverwaltung will nicht ausschließen, dass es in den kommenden zwei Jahren noch viel häufiger kracht, weil der Ring Teil der Umleitungsstrecke im Rahmen des Europastraßen-Umbaus wird.

    Die Verkehrsexperten im Neu-Ulmer Rathaus stehen der Situation momentan mehr oder weniger machtlos vis-à-vis, wie Fachbereichsleiter Stephan Endres im Technischen Ausschuss öffentlicher Lebensraum und Verkehr anklingen ließ. Endres: „Unser verkehrsrechtliches Pulver ist verschossen. In dieser Hinsicht können wir gar nichts in Aussicht stellen.“ Endres spielte damit auf die zahlreichen Versuche in der Vergangenheit an, das Verkehrsgeschehen am Ring positiv zu beeinflussen – beispielsweise auf die Verengung der Einfahrten von zwei auf eine Spur vor einigen Jahren. Damit sollte eine der größten Gefahrenquellen für sogenannte schwache Verkehrsteilnehmer verkleinert werden: Das Auto auf der rechten Spur hält an, um einen Fußgänger von rechts passieren zu lassen. Der Fahrer auf der linken Spur erkennt die Lage aber nicht und fährt den Fußgänger mitten auf dem Zebrastreifen über den Haufen.

    Lange Schlangen vor dem Kreisel

    Damals stellte sich aber innerhalb kürzester Zeit heraus, dass die „Leistungsfähigkeit“ des Kreisels gewaltig verringert wurde – sprich: Es bildeten sich fast ununterbrochen lange Schlangen wartender Autos vor den Ringeinfahrten. Wenige Tage später wurde damals wieder zurückgebaut.

    Spürbare Verbesserungen in Sachen Sicherheit seien nur mit „baulichen Maßnahmen“ zu erreichen, beispielsweise mit Geh- und Radweg Unter- oder Überführungen oder die Umgestaltung zu einer beampelten Kreuzung. Der Haken daran: Diese Umbauten kosten Millionen.

    Verkehr wird in Zukunft kräftig zunehmen

    Was irgendwann mit dem Allgäuer Ring geschieht, steht derzeit noch in den Sternen beziehungsweise in einem Verkehrsentwicklungsplan, der im Entstehen ist. Dass etwas passieren muss, ist wohl unstrittig, vor allem, weil der Verkehr durch die künftige Glacis-Galerie und das wiederbelebte Mutschler-Center nochmals zunehmen wird.

    Einige am Ratstisch ließen die Ausführungen der Verwaltung nicht gelten. Der Kreisvorsitzende des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), Walter Radtke, plädierte etwa für Tempo 20 an den Kreis-Zufahrten, verbunden mit „strengen Kontrollen“. Für den Grünen-Stadtrat Gerhard Rauch ist die beste und schnell umzusetzende Lösung, Fahrradfahrer auf die Straße zu zwingen. Dann müssten sie in der selben Fahrtrichtung der Autos radeln und wären für Pkw-Fahrer leichter zu erkennen.

    Vorsorglich warnte er Stadtrat und Verwaltung vor den Gefahren eines Umbaus. Auf Stuttgart 21 anspielend sagte Rauch: „Der Allgäuer Ring soll kein Schlossplatz werden, auf dem Bäume verteidigt werden müssen.“ (kr)

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