Dienstag, 12. Dezember 2017

17. Mai 2014 16:05 Uhr

Senden

An Fasnacht mal den Bösen spielen

Die neu gegründeten „Illertal Dämonen“ rüsten sich für die Faschingssaison Von Angela Häusler

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Die frisch gegründeten „Illertal Dämonen“ freuen sich auf Mitstreiter. Im Bild von links Zunftmeister Andy Daufratshofer, Münzwartin Janine Widmann, stellv. Zunftmeister Denis Daufratshofer, Zunftschreiber Markus Fiech und Häswartin Lucia Fiech.
Foto: Angela Häusler

„Wir wollten etwas machen, was es hier in der Umgebung noch nicht gibt“, berichtet Denis Daufratshofer, der mit seinem Mann Andy und weiteren sieben Gründungsmitgliedern erst vor wenigen Wochen die Idee einer neuen Narrenzunft realisiert hat. Im kommenden Fasching wollen sie die hiesige Fasnetsfamilie um dämonisch maskierte Gestalten, die „Illertal Dämonen“ ergänzen.

Viele Bücher mit Legenden aus der Region haben die Daufratshofers gewälzt, um eine Sage zu finden, die einen passenden Hintergrund für ihre Zunft bilden könnte. Und sie wurden fündig - mit der Legende eines armen Mannes, dem Dämonen eine Münze schenkten. Diesen „Bleibtreu“ konnte er zwar ausgeben, doch die Münze kehrte immer wieder zu ihm zurück. Zu seinem Pech allerdings, denn ein Müller schlug die in seiner Kasse stets fehlende Münze schließlich in einen Mühlstein, der den armen Besitzer am Ende überrollte.

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So werden die „Illertal Dämonen“ künftig Schokomünzen werfen, wenn sie an Faschingsumzügen teilnehmen. Doch bevor es so weit ist, gibt es noch einiges vorzubereiten. Etwa das passende Häs samt Maske, deren Gestaltung bisher noch streng geheim ist. „Unser Häs soll was Besonderes sein“, verrät Andy Daufratshofer nur, präsentieren wollen es die Mitglieder erst im Herbst. Ein Stuttgarter Häsausstatter und ein Maskenschnitzer in Bad Saulgau arbeiten derzeit an der Umsetzung der selbst entworfenen Kostüme.

Mitglieder aus Senden, Leipheim und Dornstadt

Offiziell gegründet wurde der Verein am 1. April. Weitere Dämonen in spe sind nun willkommen, berichten die Daufratshofers, wenn sie auch nicht anstreben, eine große Zunft führen zu wollen – 35 Mitglieder, meinen sie, wären künftig genug: „Lieber ein kleiner Verein, wo alle an einem Strang ziehen“, sind sie sich einig. Bisher gehören der Zunft Mitglieder sowohl aus Senden als auch aus Leipheim und Dornstadt an.

Öffentliche Präsentation schon im Sommer

Vor allem das Brauchtum der schwäbisch-alemannischen Fasnacht sei ihnen wichtig, berichten die beiden Initiatoren, die bereits jahrelang in anderen Zünften aktiv waren. Öffentlich präsent sein wollen die „Illertal Dämonen“ aber schon in diesem Sommer - so haben sie sich entschlossen, beim für Ende Juni geplanten Bürgerfest mitzumachen. Erste Kontakte zu den anderen Fasnetsvereinen in der Gegend haben sie schon geknüpft, und bereits in den nächsten Monaten Aktivitäten geplant, darunter die Teilnahme an einer Narrenolympiade und auch am Schalmeientreffen in Witzighausen.

Sie freuen sich, dass schon einige Einladungen anderer örtlicher Vereine zu Festen und Veranstaltungen eingegangen sind. Daneben gilt es, sich auf später anstehende Auftritte vorzubereiten, denn im Fasching sollen eigene Tänze die Zuschauer beeindrucken und Elemente aus der Sage aufgreifen.

Die Choreografie dieser Darbietungen übernimmt Denis Daufratshofer, denn er hat damit bereits reichlich Erfahrung. „Es werden auf jeden Fall Tanzschritte sein, die für jeden machbar sind“, erklärt er. Erfahrene Tänzer also müssen neue Mitglieder nicht sein.

Im Herbst will die Zunft ihr neues Häs effektvoll präsentieren. Und da soll auch lauthals ihr Zunftspruch erschallen: „Ja, verreck - die Münz isch weg!“ Weitere Informationen über die „Illertal Dämonen“ finden sich im Internet unter www.illertal-daemonen.de

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