Paul Fremdling tüftelt an der Haltbarmachung organischer Leuchtdioden


Nersingen Hoch konzentriert trägt Paul Fremdling Farbstoffmoleküle auf eine kleine Glasplatte auf. Auf diese Weise versucht der Nersinger Schüler, organische Leuchtdioden herzustellen. Denn die kleinen Teilchen könnten Bildschirme in Zukunft noch dünner und leichter oder sogar faltbar machen. Oder – aufgebracht auf EC-Karten – digital Auskunft über den noch vorhandenen Geldbetrag geben. Noch allerdings wollen die organischen Leuchtdioden dabei nicht so recht mitmachen – ihre Lebensdauer ist einfach noch zu kurz. Wie man sie verlängern könnte, das will der 17-jährige Paul erforschen. Mit seinem Projekt nimmt der Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil.
Um den Anforderungen an den Bildschirm der Zukunft gerecht werden zu können, müssten die derzeit noch anorganischen Leuchtdioden durch organische ersetzt werden – die obendrein in der Herstellung viel billiger wären. „Deshalb habe ich versucht, ein eigenes Verfahren zu entwickeln, um die Haltbarkeit der Leuchtdioden zu verlängern“, sagt Paul Fremdling. Dieses Thema fesselte den jungen Forscher schließlich so sehr, dass er ihm seine Seminararbeit widmete, die er für die Schule anfertigen musste. Der Titel: „Herstellung und Untersuchung organischer Leuchtdioden.“ Hierzu verbrachte der Gymnasiast ungezählte Tage im Labor, die Hälfte der Sommerferien tüftelte er an seiner Arbeit herum. Doch die Wochen der eisernen Disziplin haben sich gelohnt. Sein Lehrer Dr. Axel Schaz kam auf die Idee, Paul Fremdling bei „Jugend forscht“ anzumelden. Am 24. und 25. Februar ist es nun so weit: Der Nachwuchsforscher wird sein Projekt beim Regionalwettbewerb in Augsburg präsentieren.
Und egal welchen Platz er dabei belegen wird – seine Forscherkarriere wird Paul Fremdling noch lange nicht an den Nagel hängen: Nach seinem Abitur will der 17-Jährige an der Technischen Universität in Dresden Elektrotechnik studieren. Nicht nur, weil er dort noch einen Diplom-Studiengang absolvieren kann, sondern auch, weil Wissenschaftler dieser Universität so ziemlich die Ersten waren, die eine organische Leuchtdiode entwickelt haben, die Energie äußerst effizient umwandelt, erklärt der Schüler.
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