Ulm (mru) - Ulm muss sparen - das betrifft alle städtischen Leistungen, vom Straßenbau bis zum Theater. Gerade im Kulturbereich war der Aufschrei über die von oben verordneten Einschnitte und mögliche Erhöhungen von Eintrittspreisen und Gebühren groß. Mit der Info-Kampagne "Das ist es uns wert" will die Stadt an Beispielen zeigen, wie hoch die Subventionen sind, die letztlich der Steuerzahler für städtische Angebote bezahlen muss.

Theater Ulm: Damit eine Eintrittskarte für 10,50 Euro verkauft werden kann, muss der Steuerzahler einen Zuschuss von 49 Euro pro Besucher drauflegen.
Ulmer Museum: Eintritt mindestens 3,50 Euro, Zuschuss des Steuerzahlers: 52 Euro pro Besucher.
Stadtbibliothek: Jahresgebühr 20 Euro, Zuschuss des Steuerzahlers: 38 Euro pro Einwohner.
Stadtarchiv: Zuschuss des Steuerzahlers: 15 Euro pro Einwohner.
Stadthaus: Zuschuss des Steuerzahlers: 16 Euro pro Einwohner.
Musikschule: Monatliche Gebühr mindestens 23 Euro. Subvention durch den Steuerzahler: 67 Euro pro Schüler.
Noch deutlich höher ist der Beitrag der Allgemeinheit bei der Kinderbetreuung. Bei den Tageseinrichtungen beträgt der Zuschuss je belegtem Platz 5000 Euro im Jahr. Durch die erhobenen Gebühren werden nur 17,2 Prozent der Kosten gedeckt. Deshalb sollen künftig Eltern mit hohem Einkommen mehr zahlen, so die Pläne der Verwaltung.
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