Pfaffenhofer Bauausschuss segnet Haushalt ab. Antrag auf Versetzung einer Ortstafel wird abgelehnt
Pfaffenhofen Der Bauausschuss der Marktgemeinde hat sich mit dem Haushaltsplan beschäftigt. Viele Themen waren bereits in anderen Ausschüssen zur Sprache gekommen, es gab nur wenige Fragen. Rat Andreas Wöhrle (FWG) regte jedoch an, den stark gestiegenen Stromkosten mit Energiesparlampen in den Straßenlaternen zu begegnen. Dies sei schon geschehen, sagte Bürgermeister Josef Walz. Nur die Leuchtstoffröhren in den sogenannten „Peitschenlampen“ ließen sich nicht ersetzen. Wie Zweifach- oder Dreifach-Sporthallen in anderen Gemeinden gestaltet sind, wollen die Räte im April besichtigen. Die Ausschussmitglieder stimmten dem Plan geschlossen zu.
Der Ausschuss genehmigte außerdem Sanierungsmaßnahmen am Kindergarten in Kadeltshofen. Die Fenster sind undicht und müssen erneuert werden. Die Haustür soll durch ein speziell für Kindergärten ausgelegtes Modell ersetzt werden. Momentan müsse die Kindergärtnerin, sobald Besucher klingeln, aus dem ersten Stock ins Erdgeschoss hinablaufen und öffnen. Dies sei nicht nur umständlich, sondern berge auch ein Sicherheitsrisiko – gelegentlich seien keine weitere Betreuungspersonen anwesend. Die neue Tür soll sich per Fingerabdruck öffnen lassen. „Bis zu 150 Abdrücke sind speicherbar“, sagte Walz. „So können die Eltern selbst öffnen.“
Dem Antrag auf Versetzung des Ortsschilds am Kindergarten in Berg gab der Ausschuss nicht statt. Rat Klaus Przewodnik (FWG) hatte den Wunsch mehrerer Bürger des Ortsteils eingebracht. Ursprünglich hatte es in der Berger Straße nur ein Schild für eine Tempo-30-Zone gegeben. Wer von der Staatsstraße aus über die Berger Straße in den Ort einfuhr, konnte also nicht erkennen, wo die Ortschaft genau begann. Bei einer Besichtigung hatten Vertreter des Landratsamts und der Polizei offenbar ein Ortsschild gefordert.
Anwohner haben das Gefühl, nicht zur Ortschaft zu gehören
Der Standort am Kindergarten gibt jetzt allerdings einigen Anwohnern das Gefühl, sie seien von der Ortschaft ausgeschlossen. Ihre Häuser liegen weiter vorne an der Straße, befinden sich allerdings etwas oberhalb auf dem „Berg“.
Walz erklärte: „Nach der Straßenverkehrsordnung muss das Schild dort aufgestellt werden, wo die geschlossene Bebauung beginnt und das ist beim Kindergarten.“ Die Anlieger orientierten sich aber alle zur Berger Straße hin, konterte Przewodnik. Dies sei ein Beispiel dafür, dass für die Bürger dem Gefühl nach etwas völlig anderes richtig sei, als die Rechtslage zulasse, sagte Rat Johann Kast (SPD). Auch für ihn beginne Berg „beim Uhl“, aber er sehe keine Chance für einen anderen Standort. Das Schild soll vorerst stehen bleiben. (uwt)
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